Nachrichten zum Thema Gesundheit

Gesundheit Dorstener Zeitung stellt klare Fragen zum Bestand des Krankenhauses

Antworten weiter nebulös

Ist die Entscheidung schon gefallen? Wird das Dorstener Krankenhaus doch um zwei Fachabteilungen abgespeckt? Seit Monaten sind klare Antworten Fehlanzeige. Statt dessen immer mal wieder Vertröstungen auf „morgen“. Das hat die Dorstener Zeitung (Luca Bramhoff) jetzt veranlasst, wieder nachzuhaken. Die DZ-Lokalredaktion unterstützt so auch die vielen Bürger, die ihren Unmut in Briefen und offenen Diskussionsbeiträgen über die immer noch mögliche Einsparung der Fachabteilungen Kardiologie und Senologie nicht nachvollziehen können. Es sind wohl ausschließlich finanzielle Sparmaßnahmen und keine fachlich begründeten Überlegungen. Und genau das würde für Dorsten einen massiven Leistungsverlust in der örtlichen Gesundheitsversorgung darstellen. Die Vermutung, dass schon eine für die Lippestadt negative Entscheidung getroffen wurde, ist als hartnäckiges Gerücht allgegenwärtig. Dass der Krankenhausträger jetzt mitteilt, dass das Dorstener Krankenhaus-Leistungsprofil aber durch die Verlegung der Endoprothetik von Haltern nach Dorsten schon gestärkt sei, kann auch als „Bonbon“ für den möglichen Verlust der Kardiologie und des Brustzentrums (miss)verstanden werden. Besser wäre, die Stadtgesellschaft Dorsten aktuell darüber zu informieren, was, wann und warum dem Sparstift zum Opfer fallen wird. Wer will, dass die Bürger verstehen und akzeptieren, darf sich nicht länger vor der Wahrheit drücken.

Nachdenkzeilen aus Rhade auf Grundlage des DZ-Artikels "Wie es wirklich um Kardiologie und Brustzentrum steht" vom 28.11.2025

Veröffentlicht am 01.12.2025

 

Gesundheit Gesundheitspolitik kann krank machen

Verbesserungsankündigungen sind so sicher wie Kostensteigerungen

Der Sozialdemokrat war in seinem Lieblingsamt (endlich) angekommen. Karl Lauterbach stürzte sich in die Ministerarbeit, um zu beweisen dass das Gesundheitssystem reformierbar ist. Damit erntete er überwiegend Zustimmung unter den Beitragszahlern, aber auch Unmut von denen, die vom riesigen Kuchen des Systems nichts abgeben wollen. Ihre Lobbyarbeit ist legendär und leider auch erfolgreich. Heute, nach der bösen SPD-Wahlklatsche musste der ehrgeizige und scheinbar allwissende Karl Lauterbach sein Am an eine Newcomerin auf diesem Gebiet überlassen. Nina Warken (CDU), seit einem halben Jahr im Amt, versucht die großen Fußstapfen ihres Amtsvorgängers auszufüllen. In einem ganzseitigen Interview greifen wir mal einige Sätze heraus:

  • Das Ziel muss sein, die medizinische Versorgung der Menschen zu verbessern
  • Der Kassen-Zusatzbeitrag soll nicht weiter erhöht werden
  • Die Wartezeit auf einen notwendigen Facharzttermin soll verringert werden
  • Im kommenden Frühjahr wird die Kommission für eine umfassende Reform der gesetzlichen Krankenversicherung ihre Ergebnisse vorlegen
  • Am Ende sollen die Versicherten sagen können: es läuft besser, ich bekomme wieder schneller einen Termin beim Arzt
  • Wichtig ist, den solidarischen Gedanken unserer Gesundheitsversorgung zu erhalten
  • Wenn das Einkommen bestimmt, welche Versorgung sich jemand leisten kann, das wäre eine Form der Zweiklassenmedizin

Fazit: Die Aussagen der neuen Gesundheitsministerin sind so vage, dass sie auch vom nächsten Gesundheitsminister 1:1 übernommen werden können.

Eigener Beitrag auf Grundlage des RN-Interviews „Wir brauchen ein Anreizsystem“ am 15.11.2025

Veröffentlicht am 20.11.2025

 

Gesundheit „Hirschhausen und das große Vergessen“

ARD-Doku rüttelt auf

Wir werden immer älter. Wir fühlen uns aber in der Regel jünger als wir nach Lebensjahren zählen. Das ist gut. Und dennoch begleitet uns die Angst, krank zu werden. Nicht nur körperlich, sondern insbesondere geistig. Kurz: Wir fürchten uns vor dem unkontrollierten Abtauchen in eine dauerhafte Dunkelheit. Demenz genannt. Wir wissen, sollte „es uns persönlich erwischen“, dass wir kontinuierliche Unterstützung benötigen. Wir wissen aber auch, dass dazu viel Geld und Personal erforderlich sind, um uns dann würdevoll zu begleiten. Die ARD hat zu diesem Thema eine beeindruckende und berührende Dokumentation mit Eckart von Hirschhausen produziert und ausgestrahlt. Sie ist in der Mediathek abrufbar und unbedingt sehenswert. Dass Demenz nur in einem Prozent der Fälle genetisch bedingt ist, heißt, dass keiner sich davon freisprechen kann. Wichtig ist, sich nicht nur gedanklich mit diesem Thema zu beschäftigen, sondern auch den eigenen Lebensstil zu hinterfragen. Es sind mehrere Faktoren, die ursächlich mitverantwortlich sein können, die krankhafte Vergesslichkeit zu fördern. Dazu zählen Umweltgifte (z. B. Mikroplastik) ebenso wie eine falsche Ernährung. Die Faustformel dazu lautet: was gut fürs Herz ist, ist auch gut fürs Gehirn. Die ARD-Doku hilft zu verstehen. Sie fordert aber auch auf, nicht weiter das riesige, auf uns zukommende gesellschaftliche Problem der Demenz zu verdrängen.

Nachdenkzeilen aus Rhade

Veröffentlicht am 05.11.2025

 

Gesundheit Zur Erinnerung: Dorstener Krankenhaus wartet immer noch auf komplette Bestandssicherung

Eine Klärung vor der Kommunalwahl ist angebracht - Ein örtlicher Rettungssanitäter bringt es auf den Punkt

Die Pläne, dem Dorstener Krankenhaus funktionierende Fachabteilungen zu streichen, haben einen berechtigten Aufschrei der Empörung in Dorsten ausgelöst. Und zwar parteiübergreifend und beeindruckend von der gesamten Stadtgesellschaft begleitet. So wurde immerhin erreicht, dass der „rechtskräftige Feststellungsbescheid“ der Streichung, nochmals überprüft werden soll. Eine gute Nachricht, die den entstandenen „Druck vom Kessel“ reduzierte. Auch die mehrfach parallel vom Rathaus öffentlich geäußerte Erwartung, dass wohl alles gut wird, darf als Wunschdenken positiv bewertet werden. Nun darf sich die Wartezeit bis zu einer endgültigen Entscheidung aber nicht endlos hinziehen. Um dem Eindruck entgegenzutreten, dass der Kommunalwahl-Termin in 4 Wochen ein Grund sein könnte, die möglicherweise schlechten Nachrichten für Dorsten sprachlos überbrücken zu wollen, ist eine klare Aussage der schwarz-grünen NRW-Landesregierung überfällig. Ein örtlicher Rettungssanitäter liefert die bestechendste Begründung für den Erhalt der vom Rotstift der Landesregierung betroffenen Fachabteilungen in einem Satz: „Man baut eine neue Rettungswache in Lembeck, damit man schneller am Einsatzort ist, und wir sollen dann mit dem Notfallpatienten am Krankenhaus vorbeifahren.“

Veröffentlicht am 12.08.2025

 

Gesundheit Dorsten: Wenn das Krankenhaus plötzlich an Fieber leidet

Bevor wir uns dem eigentlichen Problem widmen, blicken wir auf den Begriff Stadtentwicklung. Diese ist maßgeblich von dem Vorhandensein vieler Standortfaktoren abhängig. Arbeitsplätze, Verkehrslage, Bildung und Kultur, aber auch eine umfangreiche ärztliche Versorgung sind u. a.  Voraussetzungen, damit eine Stadt sich positiv entwickeln kann. Dorsten hat auf vielen Gebieten etwas zu bieten. Dorsten muss sich aber „täglich“ gegen starke Konkurrenz aus der Nachbarschaft behaupten. Bisher darf die Lippestadt für sich in Anspruch nehmen, den  Herausforderungen mit einer dynamischen Stadtentwicklung ziemlich erfolgreich begegnet zu sein. Nun droht ein wichtiger Baustein, die erarbeitete Stabilität zu schwächen. Die NRW-Landesregierung, schwarz-grün aufgestellt, will und muss sparen. Dass sie dabei aber das funktionierende Dorstener Krankenhaus ins Visier genommen hat, macht fast sprachlos. Fast, weil sich in Dorsten unabgesprochen eine überparteiliche Koalition der Willigen gebildet hat, die deutlich sagt, dass das Sparvorhaben in Dorsten kontraproduktiv ist. Vergleiche dazu die Eingangsbemerkungen über Stadtentwicklung und Standortfaktoren. Ob auf informellen Kanälen der Verwaltung, über eine starke öffentliche Positionierung des Alt-Bürgermeisters, oder in Form eines Offenen Briefes von Julian Fragemann, jede Aktivität hilft, die Verantwortlichen in Düsseldorf zu überzeugen, auf dem Holzweg zu sein. Diese breite Solidarität wirkt zwar im örtlichen Hospital bereits Fieber senkend, der komplette Behandlungserfolg steht noch auf wackligen Füßen.

Ein Rhader Appell an die NRW-Landesregierung, die Dorstener Stadtentwicklung nicht zu schwächen

Veröffentlicht am 15.05.2025

 

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