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Nachrichten zum Thema Kommunalpolitik
Kommunalpolitik Der Kulturrucksack, die Verwaltung und eine Nachfrage - Ein Offener Brief an die Erste Beigeordnete
Achim Schrecklein will wissen, wer in Rhade Kinder- und Jugendkultur links liegen lässt
Sehr geehrte Frau Laubenthal,
mit Interesse habe ich Ihre Antwort auf den Rhader SPD-Hinweis gelesen, dass die Verwaltung keine Kultur-Kooperationspartner in Rhade für Kinder- und Jugendangebote, trotz wiederholter Bemühungen, gefunden hat. Sie schreiben auch, dass die Argumente im Einzelfall nachvollziehbar seien. Das darf aber doch nicht dazu führen, Rhade von der städtischen Kulturlandkarte zu streichen. Um aber etwas an diesem absolut unbefriedigenden Sachverhalt zu ändern, bitte ich Sie mir mitzuteilen, wer in Rhade, wann, von wem, mit welchem Vorschlag, kontaktiert wurde. Nur so können wir Ihre Bemühungen unterstützen, eine faire, aber offene und öffentliche Diskussion in Rhade anzustoßen. Ich würde mich freuen, kurzfristig eine Antwort zu erhalten. Das wäre deshalb sehr wichtig, weil erste kritische Nachfragen aus Rhade zu den gestellten Fragen bereits vorliegen. Ich denke, dass dieser Meinungsbildungsprozess parallel öffentlich geführt werden muss, um etwas zu erreichen.
Mit freundlichem Gruß
Achim Schrecklein
Veröffentlicht am 21.07.2020
Kommunalpolitik Mehr dafür oder mehr dagegen?
Rhader Sozialdemokraten wissen was sie wollen
Wer nur kritisiert und immer nur dagegen ist, wird als unbeliebter Besserwisser wahrgenommen. Wer aber Fehlentwicklungen aufzeigt, und parallel Verbesserungsvorschläge präsentiert, der verdient Unterstützung. Die Rhader Sozialdemokraten dürfen selbstbewusst in Anspruch nehmen, zur 2. Kategorie zu zählen. Übrigens seit 50 Jahren. Diese Vorbemerkung ist wichtig, um auch bei der kommenden Kommunalwahl am 13. September die Wählerinnen und Wähler vor Ort zu überzeugen, nicht nur zu wählen, sondern das Kreuz bei der SPD zu setzen. Die örtliche Parteienkonkurrenz, von der man so richtig gar nicht weiß, wer das ist und was sie tut, wird kurz vor der Wahl wieder versuchen, das kontinuierliche konstruktive Engagement der Rhader SPD klein zu reden. Das ist aber kein Programm für Rhade und seine Bürgerinnen und Bürger, sondern Ausdruck des schlechten Gewissens.
Ein Zwischenruf zur bevorstehenden Kommunalwahl
Veröffentlicht am 20.07.2020
Kommunalpolitik SPD-Rhade: Dorsten tut was für Kinder, aber nicht für alle - Die Verwaltungsantwort
Erste Beigeordnete Nina Laubenthal zeigt sich offen für Rhader Anregungen
Unsere öffentliche Kritik, dass der städtische „Kulturrucksack“ wieder an Rhade vorbei wandert, führte zu einer interessanten Mail-Antwort von Nina Laubenthal, die im Rathaus u. a. auch für die städtische Kultur verantwortlich zeichnet. Wir veröffentlichen den kompletten Text mit eigenen Anmerkungen, die sich anschließend aus einem sehr konstruktiven Telefonat mit dem Unterzeichner ergaben. Die Zustimmung zur Veröffentlichung liegt vor.
Zunächst möchte ich mich gerne für Ihre offenen Worte in der Sache bedanken. Selbstverständlich ist uns weiterhin viel daran gelegen, dem sehr gut nachvollziehbaren Wunsch nach einer besseren Anbindung aller Stadtteile an das Kulturangebot entsprechen zu können.
Mir ist jedoch auch wichtig, Ihnen darzustellen, dass dies letztlich nicht aus einer Untätigkeit oder gar „Nichtwollen“ der Verwaltung herzuleiten ist. Im letzten Jahr haben erneut Bemühungen des Amtes für Kultur und Weiterbildung stattgefunden, die nördlich gelegenen Stadtteile in das Kulturprogramm miteinzubinden. So wurden bezüglich des Programmes „Kulturrucksack“ mehrere Träger vor Ort angesprochen. Diese verzichteten jedoch auf eine Teilnahme; zum Teil aufgrund der personellen Situation in den jeweiligen Einrichtungen. Darüber hinaus wollte das Amt für Kultur und Weiterbildung zur Spielzeit 2020/21 die alte Tradition wieder aufleben lassen, eines der Stücke im Puppentheater-Abonnement in Rhade zu spielen. Auch hier erhielten wir von den örtlichen Akteuren eine Absage. Die Gründe der jeweiligen Akteure sind jeweils für sich plausibel und nachvollziehbar, führen nur leider in Summe dazu, dass das Kulturprogramm bislang nicht wie anvisiert etabliert werden konnte. Ich versichere Ihnen, dass unsere Mitarbeiter des Amtes für Schule und Weiterbildung weiter engagiert nach Kooperationspartnern vor Ort suchen werden, um dem Ziel ein Stückchen näher zu kommen und hoffe, dass ich mit meinen Erläuterungen für Verständnis werben kann.
Im Bereich der Bibliothek kann ich Ihnen mitteilen, dass es bereits eine Unterstützung der Katholisch öffentlichen Büchereien in Lembeck und Rhade durch die Stadtbibliothek gibt. Im Jahre 2017 wurden hierzu entsprechende Kooperationsverträge geschlossen. Über diesen Weg fließen jährlich ca. 2.500 € in jeden nördlichen Stadtteil. Darüber hinaus gibt es fachliche Unterstützung durch die Leitung der Stadtbibliothek sowie regelmäßige Austausch- und Kooperationsgespräche.
Als wichtigen Baustein für die weitere Ausgestaltung sehe ich auch die Gespräche zur „Integrierten Dorfentwicklung Rhade und Lembeck“. Ich erhoffe mir, hier in Zusammenarbeit mit allen Akteuren vorhandene Probleme aufzeigen und Lösungen finden zu können. Denn die Etablierung wird aus meiner Sicht nur funktionieren, wenn wir „alle an einem Strang ziehen“.
Ich danke Ihnen nochmals für Ihr Engagement und verbleibe
Mit freundlichen Grüßen
Nina Laubenthal, Erste Beigeordnete
Unsere abschließenden Anmerkungen:
Veröffentlicht am 18.07.2020
Kommunalpolitik Glasfaserausbau in Rhade – Der Fortschritt ist eine Schnecke
Die Ankündigungsschreiben nerven – Zusagen einhalten
Rhade ist zweigeteilt. Nicht nur durch die Bahn, Hochspannungsmasten und den Kalten Bach, sondern auch durch den schleppenden Ausbau der Glasfaserkabel. Was wurde den Rhader Bürgerinnen und Bürgern nicht alles versprochen. Heute anmelden, morgen mit Hochgeschwindigkeit durchs Netz surfen. Die Wirklichkeit ist ernüchternd. Zwar ist Rhade-Dorf und Rhade-Mitte inzwischen „am Netz“, im Bereich Rhade-Ost (Kalter Bach/Stuvenberg) gibt es seit Monaten, immer mal wieder Beruhigungspillen des Investors in Form von Ankündigungen. „Jetzt geht’s los“, so kann das letzte Schreiben Anfang Juli verkürzt wiedergegeben werden. Zu sehen ist aber wieder nichts. Was steht eigentlich in den Verträgen, die die Stadtverwaltung mit Deutsche Glasfaser bezüglich der Termine vereinbart hat? Bleiben wir noch einen Moment beim alles „erschlagenden“ Zukunftswort DIGITALISIERUNG. Die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass Schulunterricht im Klassenverband nicht von gestern ist. Auch das hoch gelobte Home-Office kommt immer wieder an seine Grenzen. Die persönliche Begegnung, der persönliche Austausch von Angesicht zu Angesicht ist und bleibt alternativlos. Hoffen wir, dass der andauernde Corona-Ausnahmezustand bald beendet wird. Hoffen wir auch, dass der Rhader Glasfaserausbau irgendwann einmal abgeschlossen sein wird.
Ein Zwischenruf aus Rhade
Veröffentlicht am 16.07.2020
Kommunalpolitik Mit Symbolik auf Fehlentwicklungen aufmerksam machen
Wenn Blüten taub bleiben
Wir sind eins. Wir Rhader und wir Dorstener. Ein Ergebnis der kommunalen Neuordnung im Jahr 1975. Was auf dem Papier so einfach aussieht, muss den Praxistest täglich neu bestehen. Die Rhader Sozialdemokraten haben diesen fortwährenden Prozess bis heute konstruktiv begleitet. Sie haben Ideen entwickelt, die Bürger informiert – und „mitgenommen“. Es gibt aber Umsetzungsdefizite, die in der Entfernung zum Dorstener Rathaus und zum Recklinghäuser Kreishaus eine mögliche Erklärung finden. Um diesen Missstand bildlich darzustellen, soll heute ein Griff in die Symbolikkiste helfen. Wir Rhader waren in Dorsten und haben im Stadtkronepark einen Apfelbaum gepflanzt, der unseren Namen trägt. Wir Rhader haben dann auch einen Apfelbaum vor Ort gepflanzt, der den Namen Dorsten trägt. Ein Symbol der Zusammengehörigkeit. Beide Bäume haben im Frühling geblüht. Wir berichteten. Heute stellen wir fest, dass weder DORSTEN noch RHADE Früchte trägt. Was will uns das sagen? Mehr Symbolik geht nicht. Das Ziel hier wie da kann nur lauten, mit mehr und besserer Pflege das Wachstum so zu fördern, dass auch mal richtig geerntet werden kann.
Ein Zwischenruf der Rhader Sozialdemokraten
Veröffentlicht am 15.07.2020
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