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Nachrichten zum Thema Kommunalpolitik
Kommunalpolitik Forks Busch: Was sagt die Verwaltung zur Kritik an „Kahlschlagsrodung“?
Offizielle Rathaus-Stellungnahme an Dorstener Zeitung und www.spd-rhade.de
„Die Beobachtung von Dirk Hartwich ist zutreffend. In nicht wenigen Fällen wird im Rahmen solcher Arbeiten festgestellt, dass einige Bäume schwerwiegende Schäden aufwiesen. Daraufhin wurde eine Kontrolle sämtlicher Bäume im Randbereich beauftragt. Bei dieser Kontrolle wurden neun Bäume identifiziert, die nicht mehr standsicher waren, deshalb gefällt werden mussten. Im Wäldchen selbst wurden keine Bäume gefällt.
Der mutmaßliche Hintergrund: Die Fläche wurde früher beweidet, die Bäume standen am Rand der Weidefläche und die Rinden wurden einseitig von den Weidetieren angebissen, so dass ein nachhaltiger Schaden (z. B. Eindringen von Feuchtigkeit, Pilzbildung usw.) entstand. Die Notwendigkeit, hier Bäume fällen zu müssen, ist auch für uns bedauerlich, da die Stadt immer versucht, innerstädtische Baumbestände bestmöglich zu schützen und zu erhalten. Wenn die Stand- und Verkehrssicherheit nicht mehr gegeben ist, stößt dieses Leitziel einer ökologischen Stadtentwicklung aber an Grenzen, wenn wirksame Maßnahmen zur Förderung der Standsicherheit nicht mehr möglich sind.
Die Grundzüge der Planung für das Parkgelände selbst wird davon nicht berührt. Die Rodung ist insofern eine Momentaufnahme, die in der ohnehin kahlen Winterzeit natürlich besonders augenfällig ist. Innerhalb der Umsetzung der Maßnahme werden aber selbstverständlich entsprechende Neupflanzungen von Bäumen an geeigneten Standorten berücksichtigt.“
Ludger Böhne, Pressesprecher der Stadt Dorsten am 29.01.2026
Veröffentlicht am 03.02.2026
Kommunalpolitik Forks-Busch: War das wirklich so geplant?
Es war einmal ein ökologisches wertvolles Wäldchen, mitten im Stadtteil Rhade. Öffentlich zugänglich und genutzt. Dann wurde von Teilnehmern des Rhader Bürgerforums eine Idee geboren, daraus eine Parkanlage zu gestalten. Kritische Nachfragen, ob diese Maßnahme wirklich nötig und sinnvoll sei, und ob nicht das erste ökologische Gutachten vom Christian Schmidt, Landschaftsarchitekt aus Dorsten, einen „Umbau“ hätte verbieten müssen, wurden gemäß Prüfungsergebnis der Stadt verworfen. In der Ablehnung heißt es sinngemäß, dass doch nur geringe Eingriffe (Rodungen) erforderlich seien, und dass der wertvolle Baumbestand so weit wie möglich erhalten werden wird. Wörtlich: „Der Stadtteiltreffpunkt Forks Busch wird natur- und klimaverträglich geplant.“ Die Fotos, am 24. 01.2026 aufgenommen, zeigen ein anderes Bild. Das Rhader Wappen, in direkter Nachbarschaft vor 37 Jahren aufgestellt, zeigt im Zentrum eine Baumwurzel. Passt in diesem Fall, hat aber eine geschichtliche Bedeutung. Dieser kritische Text wurde u. a. dem Bürgerforum und der Stadtverwaltung mit der Bitte zugestellt, den „Tatort“ zu besichtigen und die Frage zu beantworten, ob das Roden in diesem Umfang wirklich so geplant war. Eingehende Antworten werden hier veröffentlicht.
Nachdenkzeilen eines schockierten Betrachters der „Großbaustelle dörfliche Parkanlage Rhade“
Veröffentlicht am 28.01.2026
Kommunalpolitik Dorsten: Was tun mit dem Geld, Sondervermögen genannt?
SPD-Fraktion mit klaren Vorstellungen
Die schwarze Null wurde einst vom Christdemokraten Schäuble wie eine Heilige verehrt. Sparen um jeden Preis. Schulden wurden verteufelt. Forderungen der SPD, Kredite auch als Zukunftsinvestitionen anzusehen, wurden von der Union, besonders radikal flankiert von Lindners FDP, als sozialistische Träumerei abgelehnt. Nun, da die negativen Auswirkungen nicht mehr zu übersehen und überall spürbar sind, haben die letzten Bundesregierungen in Berlin den Schalter umgelegt und eine neue Wortschöpfung aus dem Hut gezaubert. Jetzt sprechen wir von Sondervermögen. Übrigens das Unwort des Jahres 2025. Wichtiger aber ist, dass diese Investitionen helfen werden, den andauernden Stillstand des Landes zu überwinden. Und nun sind wir in der Lippestadt angekommen. Der aktuell diskutierte Haushaltsentwurf 2026 enthält noch keine Positionen, die mit den erwarteten Sondermitteln in Angriff genommen werden sollen. Dirk Groß, Sprecher der SPD-Fraktion: „Wir werden aber ab sofort in jeder Fachausschusssitzung nachfragen und unsere Leitgedanken, u. a. zu sanierungsbedürftigen Schulen, dem KITA- und OGS-Ausbau sowie zukunftsfähigen Sportstätten vortragen. Die genannten Punkte haben Vorrang vor einem Rathausanbau und hohen Straßenbaustandards.“ Klar erkennbar ist, dass so die Dorstener Sozialdemokraten weiterhin Bildung als kommunales Schwerpunktthema ansehen. Das müsste im Stadtrat eigentlich mehrheitsfähig sein, mutmaßt ein Kenner der Dorstener Kommunalpolitik.
Gedanken zur Dorstener Haushaltslage
Veröffentlicht am 20.01.2026
Kommunalpolitik Dorsten: Klausurtagung der SPD-Stadtratsfraktion
Traditionell begaben sich die Mitglieder der SPD-Fraktion in eine Klausurtagung, um über den Haushaltsentwurf der Verwaltung und damit über die Zukunft der Stadt zu diskutieren, Fehlentwicklungen zu erkennen und Verbesserungsvorschläge zu formulieren. Ein dicker Wälzer mit Zahlen, Tabellen und Anmerkungen, der auch nach der Klausur in wichtigen Teilen noch intensiver betrachtet werden muss. Dirk Groß, Fraktionsvorsitzender, "Wir müssen für die Beratungen in den Ausschüssen bestens vorbereitet sein. Wir haben dafür eine erste engagierte Aussprache durchgeführt. Es wird, wie bei jeder Haushaltsberatung Entscheidungen geben, die wir mittragen werden. Parallel wollen wir gegebenenfalls Änderungen und Ideen zusätzlich einbringen, die alle Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt im Fokus haben. Dabei liegt die Betonung auf ALLE“. Und weiter: "Insbesondere sind die Ressourcen der Verwaltung zu hinterfragen, um die angekündigten Bundes-Fördermittel für Infrastruktur auch umsetzen zu können." Die Klausurtagung wurde auch genutzt, um den ausgeschiedenen Ratsmitgliedern Friedhelm Fragemann, Heiko Raffel und Uli Guthoff für ihre Arbeit zu danken.
Veröffentlicht am 14.01.2026
Kommunalpolitik Forks Busch: Augen zu und durch
Verwaltung kündigt Baumaßnahmen an
Forks Busch, ein ökologisches kleines Waldstück im Kreuzungsbereich Lembecker-/Erler- und Ringstraße gelegen, wird umgestaltet. Nachdem eine Bürgeridee die Zustimmung des Rhader Bürgerforums fand, signalisierte die Stadtverwaltung Zustimmung. Interne Verwaltungsskepsis wurde zurückgehalten, um die eingeleitete (positive) Bürgermitbestimmung nicht zu belasten. So nahm das Projekt Fahrt auf. Fördermittel des Landes flossen. Während der erste Bauabschnitt, ein Kinderspielplatz, noch einigermaßen ins Wäldchen passte, ohne das wichtige Kleinklima irreparabel zu belasten, dürfen nach wie vor große Bedenken gegen den zweiten Bauabschnitt, die Erstellung eines Bürgerparks mit Freilichtbühne, vorgebracht werden. Dezidiert haben einige Bürger ihre kritischen Anmerkungen vorgetragen und auch schriftlich begründet. Erfolglos. Ob der von der Verwaltung formulierte Ablehnungstext wirklich in allen Punkten eine fachliche begründete Überprüfung standhalten würde, darf ebenfalls hinterfragt werden. Er erfüllte aber seinen Zweck. Der Stadtrat wischte die vorliegenden Bedenken vom Tisch und stimmte der Verwaltungsvorlage zu. Also grünes Licht für notwendige Abholzungsmaßnahmen und erhebliche Erdbewegungen im Forks Busch, die in Kürze, so die Pressemitteilung aus dem Rathaus, beginnen werden. Ein Konzept, was im sogenannten Bürgerpark in wessen Verantwortung künftig geschehen soll, gibt es trotz mehrfacher Nachfragen bis heute nicht.
Nachdenkzeilen eines kritischen Bürgers
Veröffentlicht am 05.01.2026
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