Nachrichten zum Thema Bundespolitik

Bundespolitik Mir wird langsam heiß …

Die Diskussion über neue Heizungsanlagen ist auf dem Siedepunkt

Warme Füße und ein kühler Kopf. Das sind die Voraussetzungen um richtige, sprich, keine übereilten Entscheidungen zu treffen. Der Volksmund, auf den die Politik immer gerne hören will, findet häufig die richtigen Worte. In Berlin scheinen einige Politiker aber kalte Füße zu bekommen, anderen stehen Schweißperlen auf der Stirn. Womit dürfen wir in Zukunft heizen? Kohle ist zu dreckig, Öl und Gas zu knapp, Atomstrom zu gefährlich. Bleiben nur noch die erneuerbaren Energien. Noch reicht die Kapazität aber nicht, um mit grünem Strom die Wärmepumpe z. B. für alle Häuser, Wohnungen, Bürogebäude und Schulen als Grundheizung vorzusehen. Die Grünen wollen mit dem Kopf durch die Wand, die die FDP immer dann schnell aufbaut, um zu provozieren und um sich als eigenständige Partei zu profilieren. Der SPD scheint die Aufgabe in dieser Dreierkoalition zuzukommen, auszugleichen und für besseres (Arbeits)Klima zu sorgen. Das ist gut, reicht aber momentan nicht, um die Bevölkerung zu beruhigen. Wer täglich mit neuen, auch wechselnden Vorstellungen im Bereich Energie- und Klimapolitik gequält wird, verliert langsam die Geduld. Der Kanzler (SPD) muss mal ein Machtwort sprechen, fordert die Opposition. Diese haben aber nur  eine sehr kurze Halbwertszeit. Also müssen die Partner Grüne und FDP daran erinnert und davon überzeugt werden, nicht für sich, sondern für Deutschland zu regieren. Sonst war's das mit "Mehr Fortschritt wagen".

Besorgte Rhader Gedanken zur Berliner Vielstimmigkeit, auch Kakophonie genannt

Veröffentlicht am 24.05.2023

 

Bundespolitik Inflation: Wie wir über den Tisch gezogen werden

Preisexplosion hat mit sozialer Marktwirtschaft nicht (mehr) viel zu tun

Leben und leben lassen. Eine Volksweisheit, die unser solidarisches Miteinander sehr gut beschreibt. Auch derjenige, der momentan am längeren Hebel sitzt, ist gut beraten, seinen (Handels)Partner nicht über den Tisch zu ziehen, sondern ihm als Kunden auch morgen noch guten Gewissens in die Augen zu schauen. Wer aber die derzeitige Inflationsrate analysiert, stellt fest, dass die Gier bei nicht wenigen Unternehmen die Oberhand gewonnen hat. Gestern hat man uns Verbrauchern noch erklärt, dass die teure Energie Ursache für die Inflationsrate sei. Heute, nach einer der EZB-Studie müssen wir feststellen, dass sich einige Unternehmen ungerechtfertigt „die Taschen voll“ machen. Zucker plus 71%, Tierarzt plus 38%, Milch plus 29%. Rekordgewinne auch bei 40 der wichtigsten DAX-Konzerne. Das Argument, „alles wird teurer“, wird nicht selten genutzt, um bei den Preisen richtig zuzuschlagen. Noch eine Zahlenkombination zum Schluss: Während die Gewinne um fast 10% stiegen, waren es bei den Löhnen weniger als 5%. Kurz: Die Inflationsrate macht uns Verbraucher erheblich ärmer. Wenn es nicht bald gelingt, die Waage wieder ins Gleichgewicht zu bringen, muss Politik eingreifen. So wie Banken und große Unternehmen auch mit unseren Steuergeldern gerettet wurden, so wollen wir Verbraucher ebenfalls nicht in die wirtschaftliche und soziale Abwärtsspirale abrutschen.

Wochenendgedanken eines Rhader Sozialdemokraten auf Grundlage des ZEIT-Berichts " Absolute Gewinner" am 27.04.2023

Veröffentlicht am 06.05.2023

 

Bundespolitik Politik von unten nach oben

Ein Brief aus Rhade erreicht Berlin

„Die da oben machen sowieso nur was sie wollen“, so ein gängiges Vorurteil „da unten“  gegenüber der Bundespolitik und ihren handelnden Akteuren. Die Rhader Sozialdemokraten engagieren sich seit über 50 Jahren vor Ort, um das Gegenteil zu beweisen. Sie schreiben den Abgeordneten ins Stammbuch, dass sie eine Bringschuld den Wählern gegenüber haben und „dem Volk auf Maul schauen müssen“. Willy Brandt hat uns aufgefordert mehr Demokratie zu wagen. Wir bitten die Regierung nun inständig, mehr Diplomatie zu wagen, um die weltweiten Konflikte nicht völlig eskalieren zu lassen. Der folgende Brief eines Rhader Sozialdemokraten an den Vorsitzenden der großen SPD-Bundestagsfraktion, Rolf Mützenich, hat Berlin erreicht. Im Wortlaut: „… ich bitte herzlich und nachdrücklich um: „Mehr Diplomatie wagen“. Die öffentlichen und lauten Aussagen der Außenministerin gegenüber den Schurkenstaaten sind moralisch nachzuvollziehen, sie lassen aber, von außen betrachtet, überhaupt keinen Raum für aufbauende Verständigung. Wenn der chinesische Außenminister im Rahmen einer Pressekonferenz seiner deutschen Amtskollegin entgegenhält, keinen westlichen Lehrmeister zu benötigen, ist das berechtigter Klartext von der anderen Seite. Mehr Sprachlosigkeit geht nicht. Ich bitte, dem sozialdemokratischen Denken mehr Stimme zu verleihen. Mit freundlichen Grüßen aus Rhade …“. Die Antwort steht noch aus. Wir berichten weiter.

Veröffentlicht am 27.04.2023

 

Bundespolitik Regierungskoalition: Wenn zwei sich streiten, kann sich der Dritte freuen?

Wochenendgedanken aus Rhade

Robert Habeck schwächelt, Christian Lindner stichelt, Volker Wissig bremst. Die drei genannten Minister (und ihre Parteien) haben Olaf Scholz versprochen, zum Wohle des deutschen Volkes mehr Fortschritt zu wagen. Dass Grüne und Freidemokraten bisher ideologische Welten trennten, wussten alle Akteure, als sie 2021 die rot-grün-gelbe Koalition schmiedeten und den sozialdemokratischen Wahlgewinner Olaf Scholz zum Bundeskanzler wählten. Während zu Beginn alles lief, hat der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine nicht nur die Staatsfinanzen durcheinandergebracht. Grüne und FDP versinken offen in prinzipieller Rechthaberei. Als Ruhepol zeichnen sich Olaf Scholz und die SPD aus. Sie verweisen in der Sicherheitspolitik weiter nachdrücklich darauf, dass Deutschland nur in Ab- und mit Zustimmung der Nato-Partner handeln werde. Eine Positionierung, die sich bis heute als richtig erwiesen hat. Es gibt aber auch innenpolitische Handlungsfelder, über die plötzlich, trotz eines gemeinsam verabschiedeten Koalitionsvertrages, auf offener Bühne gestritten wird. Ob Energie- und Verkehrswende, oder Klimaschutz und Schuldenbremse, überall liegen die Tretminen des Koalitionszusammenhalts offen herum. Und die SPD? Kann sie sich darüber freuen, wenn zwei sich streiten? Es wäre für alle hilfreich, wenn der Vorsitzende Lars Klingbeil und der Fraktionsvorsitzende Rolf Mützenich sich nicht nur hinter den Kulissen schlichtend bemerkbar machten, sondern auch mehr öffentlich als bisher das sozialdemokratische Denken vermitteln würden.

Veröffentlicht am 15.04.2023

 

Bundespolitik Mehr Fortschritt wagen - und mehr Harmonie vermitteln

Rhader Appell in Richtung Bundesregierung

Dass es nicht einfach werden wird, wenn drei unterschiedliche Parteien eine Koalition auf Bundesebene bilden, war allen Beteiligten klar. Die SPD hat zwar bei der Bundestagswahl mit gut 25% der Wählerstimmen die Nase vorn gehabt und stellt deswegen den Bundeskanzler Olaf Scholz, aber um regieren zu können, musste eine Koalition geschmiedet werden. Während SPD und Grüne sich ideologisch und inhaltlich nicht unähnlich sind, war es für die Freidemokraten etwas schwieriger, sich von der Union zu lösen und als Partner der beiden anderen Parteien eine Regierung zu bilden. Die Überschrift über dem Koalitionsvertrag, MEHR FORTSCHRITT WAGEN, sollte die Richtschnur für das künftige Handeln sein. Der verbrecherische Krieg Russlands gegen die Ukraine, hat vieles verändert. Die Unterstützung des überfallenden Landes ist zwar alternativlos, kostet aber Milliarden. Diese fehlen jetzt im Haushalt, um alle im Koalitionsvertrag vereinbarten Ziele kurzfristig zu verwirklichen. Nun ist guter Rat teuer. Das Ringen um die Neujustierung der Regierungsziele erfordert von allen Kompromissbereitschaft. Olaf Scholz war gut beraten, dafür die Zeit einzuräumen, die nötig ist, damit SPD, Grüne und FDP gemeinsam unser Land weiterentwickeln. Nichts wäre verheerender, als faule Kompromisse zu beschließen. Beratungszeit ist also kein Negativfaktor. Teamarbeit ist erfolgreich, wenn sie harmonisch abläuft. Hier kann nachgebessert werden, empfiehlt die Rhader SPD-Basis.

Veröffentlicht am 31.03.2023

 

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