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Nachrichten zum Thema Kommunalpolitik
Kommunalpolitik Rhade/Lembeck: Ein Dorfmanager soll es künftig richten
Kommunikations-Schwachstelle erkannt
Seit vielen Jahren klagen Parteien und engagierte Bürger darüber, dass kreative Projekte in Rhade und Lembeck unter anderem deshalb nicht umgesetzt werden, weil das Personal im Rathaus über zu wenig Mitarbeiter verfügt, die koordinierend und steuernd eingreifen können. Nun soll es ein Dorfmanager oder eine Dorfmanagerin richten. Eine unbefristete Stelle wurde dazu im Haushalt/Stellenplan vorgesehen und soll in diesen Tagen umgesetzt werden. Angesiedelt im Büro für Bürgerengagement, Ehrenamt und Sport (Joachim Thiehoff), wird für den oder die Neue der Arbeitsplatz in der alten Laurentiusschule in Lembeck eingerichtet. Rhade, so die Planung, wird dadurch aber nicht benachteiligt. Das Aufgabengebiet umfasst beide Dörfer gleichwertig. Kommt es tatsächlich zur Einstellung, wird der „Draht vom Dorstener Norden ins Rathaus“ kürzer und effektiver. So zumindest erhoffen es sich Rathausführung und Stadtrat. Interessant ist, dass mit diesem Schritt indirekt auch eingestanden wird, dass nach der Auflösung des gemeinsamen Bezirksausschusses Rha/Le, ein Kommunikationsloch gerissen wurde, dass sich nie schließen lassen wollte. Nun also ein möglicher Neuanfang. Ob es die letzte Variante zur besseren Bürgerbeteiligung ist, wird der Alltag zeigen. Rhade und Lembeck sind gut beraten, die Zusammenarbeit mit dem neuen Dorfmanager oder der Managerin vorurteilsfrei zu suchen.
Rhader Zukunftsgedanken
Veröffentlicht am 12.05.2023
Kommunalpolitik Pressemitteilung der Stadt Dorsten: Grünannahme Lembeck und Rhade
Entsorgungsbetrieb richtet übergangsweise Annahmestellen für Grünabfälle in Lembeck und Rhade an den Sportplätzen ein. Annahme dort immer samstags von 8 bis 13 Uhr.
Die Suche nach einem geeigneten neuen Standort für die Annahme von Grünabfällen in Lembeck und Rhade wird mehr Zeit als erhofft in Anspruch nehmen. Für den Übergang bis zu einer Dauerlösung bietet der Entsorgungsbetrieb darum ab Samstag, 13. Mai, immer samstags von 8 bis 13 Uhr eine Abgabemöglichkeit auf den Schotterparkplätzen an den Sportplätzen in Rhade (Dillenweg 115) und Lembeck (Am Hagen 29) an. Grünabfälle können dort in einer Schüttmulde entsorgt werden. Dabei gelten die gleichen „Spielregeln“ wie an allen Annahmestellen:
- Annahmemenge maximal 2 Kubikmeter
- Annahme nur von Grünschnitt, Laub, Sträuchern, Ästen und Rasenschnitt.
- Keine Baumstümpfe, Wurzelstümpfe, Rasensoden
- Grünabfälle nur OHNE Verpackungen
- Container nur bis zur Kante befüllen
- Keine Abfälle neben den Container stellen
- Keine Abfälle außerhalb der Annahmezeiten anliefern
Wenn der Container voll ist, nutzen Sie bitte eine der anderen Annahmestellen:
Humbert, Wienbachstr. 14 – 23, Dorsten-Wulfen
Montag – Freitag 07.00 – 15.00 Uhr, Samstag 07.30 – 12.30 Uhr
Entsorgungsbetrieb Stadt Dorsten, An der Wienbecke 15, Dorsten-Hervest
Montag - Freitag 08.00 - 17.45 Uhr, Samstag 08.00 – 13.45 Uhr
Stadtgärtnerei, Hasselbecke, Dorsten-Feldmark
Montag – Freitag 08.00 – 14.00 Uhr
www.dorsten.de
Veröffentlicht am 11.05.2023
Kommunalpolitik Dorsten: Neues Loch in der Stadtkasse - Wat nu?
Mit Auswirkungen in Rhade?
An den Küsten wechseln sich zu festliegenden Zeiten Ebbe und Flut ab. Immer. Dagegen ist in Dorsten die Ebbe zum Normalfall geworden. Die Ebbe in der Stadtkasse. Gestern wurde völlig unerwartet ein neues Millionenloch gefunden, heute reißt die Tarifeinigung im öffentlichen Dienst eine weitere millionenschwere Lücke. Der Kämmerer (Finanzminister der Stadt) ist nicht zu beneiden. Nun wird er dem Stadtrat Deckungsvorschläge machen müssen. Das heißt nichts anderes, als an „anderer“ Stelle zu sparen. Klarer ausgedrückt - geplante Vorhaben in unserer Stadt müssen zeitlich gestreckt, verschoben oder aufgegeben werden. So taumelt die Lippestadt von einer Finanzkrise in die nächste. Ein Ende ist nicht abzusehen. In Rhade, seit 1975 ein Teil Dorstens, werden immer wieder neue Vorhaben zur Zukunftssicherung analysiert, mit Bürgern entwickelt, von externen Fachleuten begleitet und vom Stadtrat beschlossen. Dann plötzlich das bittere Erwachen. Zugunsten der Haushaltsdeckung und Sicherung wandern gute Projekte in die Schublade des Rathauses. Ob am neuen Rhader Dorfentwicklungsplan auch Abstriche gemacht werden (müssen), fällt heute in den Bereich Kaffeesatzleserei. Festzuhalten ist, dass die kommunale Finanzausstattung für strukturschwache Gemeinden unzureichend ist. Die Versprechen von Land und Bund, das ändern zu wollen, kommen zwar so regelmäßig wie Ebbe und Flut an der Küste, eine nachhaltige Änderung ist weiter nicht in Sicht.
Rhader Gedanken zur aktuellen Finanzlage der Lippestadt
Veröffentlicht am 08.05.2023
Kommunalpolitik Wenn der Dorstener Binnen-See austrocknet
Es war einmal ein sogenanntes stehendes Gewässer inmitten unserer Stadt. Drei unterirdische kleine Quellen versorgten ihn so, dass der Wasserspiegel einigermaßen stabil war. Vor 50 Jahren schrumpfte er aber zusehends. Erschrocken beratschlagten die Macher der Stadt, wie das mögliche Trockenfallen des Binnensees aufzuhalten wäre. Neidisch blickten sie auf äußere Quellen in Rhade, Lembeck, Wulfen, Deuten und Altendorf-Ulfkotte. Wenn wir diese anzapfen würden, wäre uns geholfen, so ihre Überlegung. Tatsächlich gelang es ihnen, mit großen Versprechungen, das frische Quellwasser von außen durch regulierte Zuflüsse in die Innenstadt zu leiten. Während hier die Freude über den Deal sehr groß war, hielt sie sich dort in engen Grenzen. Als immer klarer wurde, dass die vertraglich zugesicherten Versprechungen nur halbherzig bis gar nicht eingehalten wurden, machte sich Unmut in den Quellgebieten breit. Frisches Wasser ja, aber den Besitz teilen - nein, so die unmissverständliche Antwort. Als dann noch von innen nach außen, also von der Altstadt, Holsterhausen und Hervest gerufen wurde, „AHoHe, das ist unser See“, reichte es den Quellbesitzern. Sie drosselten den Zufluss so stark, dass der Innenstadtsee immer mehr Wasser verlor, dann umkippte und trocken fiel. Wer aber immer noch glaubt, dass es bei dieser Geschichte Gewinner gibt, hat gar nichts verstanden.
Eine Rhader Wochenend-Geschichte zum 50. Jahrestag der kommunalen Neuordnung
Veröffentlicht am 22.04.2023
Kommunalpolitik Das Dorstener Mammutprojekt - DER MOBILITÄTSENTWICKLUNGSPLAN (1)
Überzeugende Präsentation - Rhader Verkehrsprobleme Teil des Ganzen
Das externe Planungsbüro „energielenker projekts GmbH“ hat in beispielhafter Zusammenarbeit mit der Verwaltung, der Politik und der Öffentlichkeit einen Mobilitätsentwicklungsplan Dorsten erarbeitet und nun präsentiert, der in seiner Klarheit und Zielgenauigkeit das Prädikat „sehr gut“ verdient. Nun gilt es, diese Erkenntnisse in praktisches Handeln, Verkehrswende genannt, umzusetzen. Natürlich will der Rhader hören und lesen, ob „seine“ Vorortprobleme berücksichtigt wurden. So wie beispielhaft in Hervest, Wulfen und Altendorf-Ulfkotte der Plan gelesen wird. Aber, und das ist das Wichtigste an dem Mobilitätsentwicklungsplan, er muss das gesamte Stadtgebiet (und darüberhinaus) umfassen. Eine wesentliche These lautet: Alle Verkehrsteilnehmer sind gleichberechtigt zu behandeln. Im Umkehrschluss heißt das, dass in Zukunft der PKW-Verkehr keinen Vorrang mehr in unseren Wohnquartieren haben darf. Gut für die Umwelt und die Lebensqualität. Interessant für den langjährigen Begleiter der Dorstener und Rhader Kommunalpolitik ist, dass die gewonnenen Erkenntnisse der Planer fast 1:1 mit denen übereinstimmen, die immer wieder als Anregung oder Kritik der Verwaltung und den Parteien vorgetragen und entsprechend dokumentiert wurden. Dennoch verdient der neue Plan absolute Aufmerksamkeit und Priorität im Rathaus und in der gesamten Bevölkerung. Verkehrswende heißt nämlich auch, dass künftig jeder Bürger seinen Beitrag zum Gelingen leisten muss.
Eigener Text auf Grundlage der öffentlichen Präsentation des Plans auf dem städtischen YouTube-Kanal www.dorsten.de. Wird aus Rhader Sicht fortgesetzt.
Veröffentlicht am 11.04.2023
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