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Nachrichten zum Thema Stadtentwicklung
Stadtentwicklung Rhade: Noch keine Entscheidung über Drogeriemarkt
Umwelt- und Planungsausschuss nimmt Gutachten zur Kenntnis
Mit Spannung war die Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses, kurz UPA, am Dienstag erwartet worden. Auf der Tagesordnung stand die mögliche Stärkung der sogenannten Einkaufszentren in Rhade und Lembeck durch einen Drogeriemarkt. Ein Gutachten, von der Stadt in Auftrag gegeben, wurde im Ausschuss präsentiert. Bekannt ist, dass beide nördlichen Stadtteilen diese Einkaufserweiterung für sich reklamieren. Während Rhade sich mit vorhandenem Grundstück im Vorteil sieht, fürchtet sich Lembeck vor einer zu großen Einkaufs-Dominanz in direkter Nachbarschaft. Das sieht auch die Gutachterin so und empfiehlt, die gegensätzlichen Meinungen im offenen Dialog auszuräumen. Der UPA folgte dieser Anregung und bindet den städtischen Wirtschaftsausschuss ein, um einen tragbaren Empfehlungsbeschluss dem Stadtrat zuzuleiten. Ebenfalls soll die Problematik zuvor auch vor Ort diskutiert werden. Das Rhader pro Rhade und Lembecker pro Lembeck votieren werden, gilt als sicher. Einen bindender Beschluss kann nur der Stadtrat fällen. Nur er ist durch die Kommunalwahl dazu legitimiert. Ende offen.
Eigener Bericht, wird fortgesetzt (Vergleiche dazu Bericht am 21.02.2022: Dorsten: Umwelt- und Planungsausschuss stellt Zukunftsweichen - auch für Rhade
Veröffentlicht am 26.02.2022
Stadtentwicklung Dorsten: Umwelt- und Planungsausschuss stellt Zukunftsweichen - auch für Rhade
Gefragt sind Fachwissen, Kreativität und Weitblick - Sitzung am morgigen Dienstag
Die Dorstener Stadtverwaltung hat in ihren Reihen viele Experten, die die Finanzen, das Soziale, den Sport, die Kultur, die Verkehrssicherheit und weitere Bereiche im Blick haben. Unterstützt wird sie dabei von gewählten, ehrenamtlich wirkenden Kommunalpolitikern. In sogenannten Fachausschüssen treffen sich in Abständen Verwaltung und Politik öffentlich, um beste Entscheidungen zum Wohle der Stadt und ihrer Bürger zu treffen. Einer der wichtigsten Ausschüsse ist der Umwelt- und Planungsausschuss, kurz UPA genannt. Morgen ist es wieder soweit. Ab 17 Uhr werden 17 stimmberechtigte Mitglieder im Gemeinschaftshaus Wulfen Entscheidungen treffen, die uns alle, direkt und indirekt betreffen. Den Vorsitz führt Friedhelm Fragemann, SPD. Werfen wir einen Blick auf die Tagesordnung (Auszug):
- Mündlich wird die Verwaltung über den Stand des Rhader Dorfentwicklungskonzepts berichten. Bekanntlich soll es in Kürze im Rahmen des nächsten Bürgerforums der Rhader Öffentlichkeit präsentiert werden. Danach kann erst der Beschluss im UPA und Stadtrat gefasst werden.
- Über ein Gutachten zur Nahversorgung in Rhade und Lembeck wird beraten. Die Berichtsvorlage der Verwaltung birgt politischen Sprengstoff in sich. Sie übernimmt nämlich die Position der Gutachter, bei der geplanten Erweiterung der Geschäftsflächen und des Sortiments (Drogeriemarkt) Rhade wie Lembeck gleichmäßig und gleichwertig zu behandeln. Nur so lasse sich ein Verdrängungswettbewerb im Dorstener Norden verhindern.
Einige UPA-Mitglieder müssen morgen beweisen, dass sie über Fachwissen, Kreativität und Weitblick verfügen. Die öffentliche Sitzung verspricht in diesem Punkt spannend zu werden.
Eigener Bericht, Fortsetzung folgt
Veröffentlicht am 21.02.2022
Stadtentwicklung Ein Drogeriemarkt in Rhade?
Fachgutachten beleuchtet mehreren Varianten und zeigt Probleme auf
Nun liegt ein Gutachten zur Nahversorgungslage und möglichen Geschäftsergänzung für Rhade und Lembeck vor. Einen Drogeriemarkt wünschen sich beide Ortsteile. Dass im Norden Dorstens aber nur einer „überleben“ kann, wird allgemein erkannt. Der Standort ist aber hier wie da von Politikern und Bürgerforen „umkämpft“. Werfen wir einen schnellen Blick in das Gutachten und nennen in Stichworten den Sachverhalt:
- Die Nahversorgungslage ist in Rhade besser als in Lembeck
- Das vorhandene Kaufkraftvolumen ist attraktiv für Geschäfts- und Sortimenterweiterungen
- Investorenplan für Rhade lässt aufhorchen: a) Edeka will Verkaufsfläche um 59% vergrößern; b) Aldi plant Neubau mit um 68% größerer Verkaufsfläche; c) Drogeriemark zieht in bisheriges Aldi-Gebäude
- Konkurrenzsituation mindestens für Lembeck, Raesfeld-Erle und Heiden dann unübersehbar
- Stellplatzprobleme werden angemerkt, Verkehrsaufkommen dagegen nicht
- Gutachten fordert Abstimmung mit den betroffenen Ortsteilen und Nachbarstädten
- Standortvorteil für Rhade zwar erkennbar, Lembeck muss aber gestärkt werden
Fazit eines Rhader Gutachtenlesers: Wer gleiche Lebensverhältnisse in allen Stadtteilen will, muss über seinen Schatten springen. Der erkennbare Standortvorteil Rhades für einen Drogeriemark sollte in enger Abstimmung mit Lembeck zu einer beiderseitigen win-win-Situation führen. Ob dieser Gordische Knoten vom Stadtrat und der Verwaltung durchgeschlagen werden kann, steht zur Zeit in den Sternen.
Ein Zwischenruf zur Gesamt-Stadtentwicklung in Dorsten
Veröffentlicht am 15.02.2022
Stadtentwicklung Forks Busch - Wenn Bürgerideen auf Fachwissen treffen
Grünfläche mitten in Rhade ist laut Gutachter ökologisches Juwel
Wer sich die Bürgeranregungen im Rahmen des Dorfentwicklungsprozesses nochmals ansieht, kommt am Forks-Busch nicht vorbei. Die Baum- und Wiesenfläche im Kreuzungsbereich Lembecker- und Erler Straße, gegenüber der neuen Tankstelle, soll sich zum Bürgerpark entwickeln. Boule-Bahn, Bühne mit Besucherplätzen, Spiel- und Bolzplatz. Klettergarten, Gastronomieangebot und vieles mehr, sollten aus der Grünfläche einen Treffpunkt für jung und alt machen. Die Verwaltung beauftragte daraufhin ein externes Fachbüro, die Fläche zu untersuchen und die gemachten Vorschläge einzuordnen. Bei der Präsentation wurde deutlich, dass die Fläche ökologisch sehr wertvoll ist, und im übergroßen Teil nicht umgewandelt werden sollte. Die im genannten Kreuzungsbereich tiefer gelegene Wiese könnte, so der Experte, als Veranstaltungsfläche genutzt werden, ohne besonderen Umweltschaden im übrigen Bereich zu verursachen. Aber die Lärmbelastung der viel befahrenen Kreisstraße kann (eigentlich) nur durch Schallschutzmaßnahmen gemindert werden. Ernüchterung machte sich bei den zuhörenden Vertretern des Bürgerforums breit. Dass bereits 1991 der Planer Peter Broich der Stadt ein Gutachten geliefert hat, das sich u. a. auch mit Forks-Busch auseinandersetzt, scheint im Rathaus in Vergessenheit geraten zu sein. Zitat (Auszug): „Anlage eines Grünzugs zwischen Lembecker- und Debbingstraße als Dorfpark. mit Spiel-, Sport- und Freizeiteinrichtungen, der als unbebauter, naturnah gestalteter Bereich auch kleinklimatisch und ökologisch wirksam ist.“ Nun soll, so die Stadtverwaltung, weiter untersucht werden, was umsetzbar und ökologisch verantwortbar ist. Ende offen.
Einschätzung eines Zuhörers nach der Video-Präsentation der Stadtverwaltung
Veröffentlicht am 14.02.2022
Stadtentwicklung Rhade hat was - Gute Seiten und verbesserungswürdige Seiten
Verbesserungsvorschläge stecken in der Ankündigungs-Pipeline
Rhade hat ca. 5800 Einwohner. Es liegt mitten im Grünen und ist verkehrstechnisch bestens angeschlossen. Angeschlossen, um in kürzester Zeit die wichtigsten Metropolen um uns herum zu erreichen. Entweder über die Autobahn, Bundesstraßen oder mit der Bahn. Parallel entstehen Radwegeverbindungen, die im Zeitalter der E-Bikes ein wichtige Rolle spielen werden. Einzelne Quartiersräume wuchsen entlang der Mittelachse Lembecker- und Erler Straße. Kleine grüne Inseln wie der Forks-Busch wollen mehr sein, als nur verwildertes Gelände. Und genau hier darf beispielhaft kritisch hinterfragt werden, wie Rhade sich weiter entwickeln soll. Nur Wohn- und Schlafstadt reicht nicht, um zukunftsfähig zu sein. Seit Jahren werden Gutachter beschäftigt, um eine Blaupause für morgen zu entwickeln. Seit Jahren ist es besonders die örtliche SPD, die Ideen entwickelte und die Bürger an ihren Überlegungen beteiligte. Seit Jahren drehen wir uns, also die Verwaltung, die örtlichen Parteien SPD und CDU, unterschiedliche Planungsbüros und neuerdings ein Bürgerforum im Kreis. Rhade hat viele gute Seiten, die immer wieder herausgestellt werden. Das Verbesserungswürdige bleibt aber erstaunlicherweise, bis auf kleinste Veränderungen, in der Ankündigungs-Pipeline stecken. Dennoch, und das soll das Fazit unseres kleinen gedanklichen Rundgangs sein, Rhade hat eine sehr hohe Aufenthaltsqualität. Rhade hat was und genau das gilt es zu erhalten, bzw. behutsam aber kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Ein Zwischenruf zur Stadtentwicklungspolitik in Dorsten
Veröffentlicht am 07.02.2022
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