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Nachrichten zum Thema Kommunalpolitik
Kommunalpolitik CORONA: Absage Bürgerforum Rhade - ein Supergau
Dorfentwicklungsplan in der Warteschleife
Das ist bitter. Da haben viele Bürgerinnen und Bürger über Monate beste Hinweise gegeben, um Rhade zukunftsfest zu machen. Alles wurde dokumentiert und sollte am 29.11. beschlossen werden. Nun die Absage. Die seit Tagen steigenden Infektionszahlen ließen keine andere Wahl. Der Dorfentwicklungsplan musste in die Warteschleife geschickt werden. Der Optimist sagt: Das ist bald vorbei. Der Pessimist rechnet mit einer Endlosschleife. Schlagen wir uns auf die Seite der Optimisten und versuchen einen Blick nach vorn. Der vorliegende Plan trägt bereits den Titel „FINAL“. Er ist eigentlich fertig. Eigentlich deshalb, weil die Verwaltung aus nach wie vor unerklärlichen Gründen, den 1. Entwurf nur ausgesuchten Mitgliedern des Bürgerforums zum Gegenlesen und Ergänzen vorgelegt hat. Alle anderen Bürger, auch jene die sich aktiv zum Beispiel online beteiligt haben, wurden davon, trotz mündlich vorgetragener und schriftlich ergänzender Anregung, ausgeschlossen. Öffentlich geäußerte Kritik daran, wurde „vom Tisch gewischt“. Wäre die Verwaltung dem Bürgervorschlag gefolgt, hätte der „Finale Plan“ seinen Titel bereits rechtmäßig erworben. Dann könnte das Ergebnis z. B. mit einer Hauswurfsendung allen Rhadern mitgeteilt werden. Übrigens gehörte dieser hier aufgezeigte Kommunikationsweg zu den dokumentierten Bürgeranregungen. Ohne weiteren Zeitverzug könnten dann der Umwelt- und Planungsausschuss sowie der Stadtrat Dorsten den Plan beschließen und den Startschuss für erste Umsetzungsmaßnahmen in Rhade geben. So kommen die Verantwortlichen nicht umhin, formal die Beteiligung der bisher ausgegrenzten Bürger nachzuholen. Verantwortlich für die Planung ist die Verwaltung, Leidtragende die aktiven Bürger und ganz Rhade. Da wir aber Optimisten sind, werden die Verantwortlichen jetzt erkennen was sie falsch gemacht haben und mit Elan gegensteuern. So, dass es am Ende heißen könnte: Ende gut - alles gut.
Ein Zwischenruf eines am Prozess beteiligten Rhader Bürgers
Veröffentlicht am 26.11.2021
Kommunalpolitik Aktuell: Bürgerforum Rhade, geplant am 29. November, musste Corona bedingt abgesagt werden.
Veröffentlicht am 24.11.2021
Kommunalpolitik Das Rhader Leitbild - Woran wir uns orientieren sollen (Teil 1a)
Orientierungsrahmen oder nur Absichtserklärungen? - Ein Kommentar
„Dem Dorf gehört die Zukunft“, so das vorweggenommene Fazit des neuen Dorfentwicklungsplans, der am kommenden Montag der Öffentlichkeit präsentiert werden soll. Mitglieder der Rhader SPD haben direkt und indirekt daran mitgearbeitet. Sie haben das Verfahren kritisiert, aber wesentliche konstruktive Vorschläge eingereicht. Auf 110 Seiten wird dokumentiert wohin die Rhader Reise gehen soll. Mit einem Leitbild für unseren Ort wird der umfangreiche Katalog der guten Bürgerwünsche eröffnet. Dabei wird die privilegierte Lage mitten im Grünen ebenso wie die funktionierende Dorfgemeinschaft als beste Grundlage für die Zukunft herausgestellt. Der Zusammenhalt der Bürger wird gelobt und ihre Erwartungshaltung, dass die eingebrachten Zukunftsideen auch umgesetzt werden müssen, gestärkt. Alles richtig und nachvollziehbar. Das „neue“ Leitbild für Rhade ist aber nicht neu. Es ist nur in etwas andere Worte gepackt. Damit verliert es nicht seine Funktion, am Anfang eines Forderungskatalogs für Rhades Zukunft zu stehen. Es muss aber gelebt werden. Es kann Orientierung bieten. Es kann helfen, den Zusammenhalt aller Bürger zu stärken. Viel zu oft pflasterten aber nicht eingehaltene Versprechungen den Rhader Weg in die Zukunft. Der neue Rhader Rahmenplan, der jetzt Dorfentwicklungsplan heißt, ist ein Update des vorhandenen Plans. Dort heißt es im Vorwort des damaligen Bürgermeisters Lambert Lütgenhorst: „Nicht alles was an Zielsetzungen für Rhade formuliert und zeichnerisch dargestellt wurde, wird kurzfristig umzusetzen sein. … Doch ist dieses Konzept bei allen städtischen Planungen zu berücksichtigen.“ Eine Absichtserkärung 2014. Einhaltung und Umsetzung dürfen auch 2021 weiter kritisch hinterfragt werden. So, wie das neue Leitbild emotionslos gelesen werden muss.
Dirk Hartwich
Veröffentlicht am 24.11.2021
Kommunalpolitik Rhade: Dorfentwicklungsplan wird präsentiert (Teil 1)
Am 29. November tagt das nächste Bürgerforum im Carola Martius-Haus. Auf der Tagesordnung steht das neue Dorfentwicklungskonzept. Die Rhader SPD hat die Planung kritisch und konstruktiv begleitet. Wir beginnen heute mit der Vorstellung des Leitbildes in Auszügen. Morgen folgt dazu ein Kommentar aus Sicht der Rhader Sozialdemokraten mit Teil 1a gekennzeichnet.
Das Leitbild für Rhade.
Das Dorstener Dorf Rhade versteht sich als Tor zum Münsterland und Brücke zum Ruhrgebiet. Prägend ist dabei der dörfliche Charakter des Münsterlandes mit viel Natur und Landwirtschaft in Kombination mit einer stadtnahen räumlichen Lage in Richtung Ruhrgebiet. Diese Lagegunst steht für eine hohe Lebensqualität für die Menschen und birgt touristische Potenziale.
Wesensmerkmal der Rhader Dorfgemeinschaft ist das generationsübergreifende, rege, positive, lebendige und vielfältige Vereinsleben. Hier wird die Rhader Heimatliebe lebendig – hier zeigt sich das dörfliche Selbstbewusstsein – hier werden Werte und Traditionen gelebt.
Die Identität der Rhader Bürger_innen ist geprägt durch einen starken Zusammenhalt. Das gemeinsame Miteinander, eine starke Dorfgemeinschaft mit funktionierenden Nachbarschaften, ein selbstverständliches bürgerschaftliches Engagement für die Menschen und das Dorf sowie ein hohes politisches Interesse mit zielorientiertem Gestaltungswillen stehen für eine zukunftsfähige Dorfgemeinschaft. …
Wesentlich ist und bleibt dabei das lebendige Gemeinschafts- und Vereinsleben (die „Rhader Gemeinschaft“), verbunden mit dem Ziel, gemeinsam noch mehr Möglichkeiten für dörfliche Kontakte zu schaffen.
Zentrale Zielsetzungen der gemeinsamen Dorfentwicklung sind die kontinuierliche Wei- terentwicklung eines lebendigen, lebenswerten und attraktiven Dorfes und mindestens das Halten der heutigen Bevölkerungszahl.
Dies bedeutet in der Konsequenz, dass das Dorf „jung“ bleibt, dass zukunfts- und demografiefeste Mobilitätsangebote ihren Raum finden, dass es ein attraktives und passendes Wohnangebot gibt und dass sich alle gut und sicher vor Ort versorgen können.
Dies gilt mit Blick auf Einzelhandel, Dienstleistungen, Gastronomie, ärztliche und soziale Versorgung, Bildung und Erziehung, Kultur und Sport sowie Freizeit und Naherholung gleichermaßen – immer in dem Bewusstsein, dass die Rhader Dorfentwicklung im Kontext der gesamtstädtischen Dorstener Stadtentwicklung betrachtet werden muss.
Die Rhader Identität bedingt, dass die städtebauliche und funktionale Zukunftsentwicklung der „gelebten Mitte des Dorfes“ einen besonderen Stellenwert erhält. …
Gleichzeitig besteht der Anspruch, dass das gesamte Dorf in eine sichere ökologische und wirtschaftliche Zukunft gehen kann, verbunden mit dem Wunsch, die heute noch vorhandene landwirtschaftliche Prägung der Dorfstruktur sowie des Umlandes zukunftsgerecht zu erhalten.
Die Rhader Bürger_innen haben die Überzeugung und den Willen, Zukunftsplanungen für das Dorf gemeinsam mit der Dorstener Politik und Stadtverwaltung anzupacken und auch umzusetzen.
Veröffentlicht am 23.11.2021
Kommunalpolitik Rhade: Neuer Aufruf, sich an Zukunftsplanung zu beteiligen
Dorfentwicklungskonzept mit Leaderprojekt koppeln - lautet die Anregung von unten
Noch ist das seit Monaten diskutierte Dorfentwicklungskonzept Rhade nicht einmal offiziell den Bürgern vorgestellt worden, schon liegt der nächste Aufruf auf dem Tisch, Zukunftsideen für unseren Lebensmittelpunkt zu entwickeln. Diesmal vom Naturpark Hohe Mark. Die interessierten Bürger, die immer geliefert haben, fühlen sich langsam aber sicher genervt, vorsichtig ausgedrückt. 2012 haben sie sich beim Rhader Rahmenplan eingebracht. 2014 hauchten sie dem 1. Leaderprojekt Leben ein. 2020/2021 produzierten sie nochmals mehrere hundert Ideen, um die Zukunft Rhades zu gewährleisten. Nun sollte einfach mal das umgesetzt werden, was in den Rathausschubladen seit Jahren schlummert. Zurück zum neuen Aufruf, sich am Leader-Projekt zu beteiligen. 2014, als die Dorstener Ideen im Wettbewerb der Regionen sich nicht durchsetzen konnten, lautete das Versprechen der Stadtverwaltung: "Nichts war umsonst. Wir werden unsere Bürgerprojekte aus anderen Fördertöpfen nach und nach verwirklichen". Weder haben die engagierten Bürger seit 2014 eine Rückmeldung erhalten, noch ist erkennbar, dass diese Ideen in irgendeiner Form durch die Verwaltung in den aktuellen Dorfentwicklungsprozess eingebracht wurden. In diesem Zusammenhang wird an folgenden Bürgervorschlag von 2014 erinnert. (Bitte "mehr" anklicken)
Veröffentlicht am 15.11.2021
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