Nachrichten zum Thema Kommunalpolitik

Beispiel Glasfaserverlegung. Seit Monaten ruhen die Restarbeiten. Aktuell sogar ungesichert. Kommunalpolitik Rhade neu denken - und vorhandene Baustellen beseitigen

Ein Appell an Verwaltung, Bürgerforum und Rhader Parteien

Seit einigen Jahren, seit der Installation des Rhader Bürgerforums, gibt es hervorragende Ideen, Rhade aus dem Dornröschenschlaf zu wecken und für die Zukunft fit zu machen. Einige Anregungen entwickelten eine positive Eigendynamik, andere wurden auf halben Weg liegen gelassen. Um diese geht es im heutigen Appell. Betrachten wir beispielsweise die Verlegung der Glasfaserkabel. Sie wurden inzwischen komplett eingegraben. Das Versprechen, den städtischen Boden danach so zu hinterlassen, wie er vorgefunden wurde, darf als mehrfach gebrochen bezeichnet werden. Die Verwaltung wirkt ohnmächtig, macht man sie auf Missstände dieser Art aufmerksam. Betrachten wir die Mitnahme-Bänke. Gut gemeint, aber ungepflegt und nicht zu Ende gedacht und gebracht. Betrachten wir die Rhader Kultur- und Weiterbildungsinitiative, die das seit Jahren fehlende städtische Angebot vor Ort kritisiert, aber auch konkrete Verbesserungsvorschläge beinhaltet. Gespräche mit den Rathausverantwortlichen, teils hinter geschlossenen Türen, mit ausgesuchten Bürgern, dienten in erster Linie dazu, die Verwaltungsmeinung zu festigen. Betrachten wir das von der Rhader SPD vor Jahren entwickelte örtliche Fahrradwegenetz. Nach mehreren Ortsterminen, auch mit dem städtischen Verkehrsplaner, ist das Versprechen in Erinnerung geblieben, die Rhader Idee verwirklichen zu wollen. Getan hat sich nichts. Setzen wir hier einen Punkt. Der Appell, Rhade neu zu denken, ist gut. Noch besser wäre, ihn mit der verbindlichen Abarbeitung der offenen Rhader Baustellen zu verbinden. Diese Erinnerung sollte allen in der Überschrift genannten Akteuren als guter Vorsatz für das neue Jahr 2022 dienen.

Veröffentlicht am 11.01.2022

 

Kommunalpolitik Rhade: Vergessene Mitnahme-Bänke

Eine gute Idee droht zu scheitern

Als im Bürgerforum vor 3 Jahren vorgeschlagen wurde, so wie in anderen Dörfern auch hier in Rhade sogenannte Mitnahme-Bänke aufzustellen, wurde umgehend angepackt. Ein Arbeitskreis machte sich sachkundig, suchte nach Standorten und Sponsoren. Seit Mitte 2019 warten 3 dieser Bänke in Rhade auf „Kunden“ und „Beförderer“. Das Prinzip ist einfach und im weiten Umkreis erprobt. Wegen zu geringer Taktfolge des öffentlichen Personennahverkehrs, sollten sich Bürger auf eine entsprechend gekennzeichnete Bank setzen und per angebrachtem Klappschild ihr gewünschtes Fahrtziel anzeigen. Hilfsbereite, vorbeikommende Autofahrer mit entsprechendem Platzangebot, wären dann schnelle Transporteure. Soweit die Theorie. Bereits vor der Aufstellung wurde im Arbeitskreis auch intensiv über Haftungsfragen diskutiert. Der Hinweis, die Einführung der Mitnahme-Bänke mit einer Informationskampagne an alle Haushalte zu verbinden, wurde nicht weiter verfolgt. Ein Fehler. Heute fristen die Bänke ein trauriges Dasein. So wie diese gegenüber dem Kindergarten Stuvenberg. Ungepflegt, von Mülltonnen eingekreist, das mit viel Liebe aufgebrachte Motiv beschädigt, ist sie nicht einmal als simple Ausruh-Bank attraktiv. Wenn die im Prinzip gute Idee gerettet werden soll, muss sich das Bürgerforum nochmals mit dem Projekt beschäftigen. Wenn der Mitnahme-Vorschlag nicht praktikabel ist, könnten die Klappschilder abmontiert werden. Wenn dann noch „Bank-Paten“ gefunden werden, die in Abständen für Sauberkeit der Sitzflächen sorgen, wäre die Ursprungsidee nicht völlig umsonst gewesen.

Eine Rhader Beobachtung

Veröffentlicht am 08.01.2022

 

Ewige Baustelle Mercaden? Kommunalpolitik Rhade/Dorsten: Corona verändert Verbraucherverhalten

Gibt es kommunalpolitische Steuerungsmaßnahmen?

Die Dorstener Mercaden sind ein Musterbeispiel für verändertes Verbraucherverhalten. In Erwartung riesiger Käuferströme, auch aus dem Umland, wurde der architektonisch fragwürdige Konsumtempel in bester Lage aus dem Boden gestampft. Obwohl der Onlinehandel bereits jährlich sprunghafte Wachstumsraten meldete, hofften Stadtverwaltung, Rat und Investor auf eine Erfolgsgeschichte. Noch vor Corona mussten aber „die Investoren-Pferde gewechselt“ werden. Der schöngeredete Neubau erhielt eine erste „attraktive“ Kosmetik. Die Leerstände sind dennoch nicht zu übersehen. Seitdem gibt es gefühlt alle 2 Monate Berichte über mögliche neue Mieter. Zwischen den Zeilen sind gleichzeitig Zweckoptimismus und Verzweiflung abzulesen. Dann noch Corona. Verantwortungsbewusste Bürger schützen sich und andere durch Zurückhaltung. Mit dramatischen Folgen für Ladenbesitzer, Gastronomen, Übernachtungsbetriebe, Kulturschaffende, Event-Organisatoren, Verkehrsbetriebe und viele mehr. Parallel schnellten die Umsätze von Lebensmitteldiscountern, Onlinehändlern und Elektronikhandel in ungeahnte Höhen. „Des einen Freud, des anderen Leid?“ Reicht diese Feststellung? Gibt es Mechanismen der Stadtentwicklung und der kommunalen Unternehmensberatung, um eine Trendumkehr einzuleiten? Oder soll der Markt und das Verbraucherverhalten allein das Gesicht unserer Stadt, unseres Dorfes verändern? Wäre ein wichtiges Thema auch für den Wirtschafts- und Stadtentwicklungsausschuss der Stadt.

Ein besorgter Zwischenruf aus Rhade

Veröffentlicht am 07.01.2022

 

Kommunalpolitik Rhade und der Verkehr

Positive Dorfentwicklung ohne Gesamtkonzept nicht möglich

Ein Blick auf die Straßenkarte erklärt sofort, warum der Durchfahrtsverkehr in Rhade und Lembeck zunimmt. Nicht nur gefühlt! Schnurgerade verläuft eine Achse von Ost nach West und verbindet die Bundesstraßen B58 und B224 mit der dazwischenliegenden Autobahn A31 in Rhade. Das wurde genau so vorhergesehen und befürchtet. Alle geplanten Gegenmaßnahmen (seit 1975!), um das Schlimmste zu verhindern, landeten in den Schubladen des Rathauses. Nun wird wieder neu im Rahmen des Dorfentwicklungskonzeptes diskutiert, was gut ist. Waren es doch Bürgerklagen über die allgemeine Rhader Verkehrsgefährdung, die von Beginn an im Rhader Bürgerforum dominierten. Um das richtig erkannte Problem zu minimieren, ist aber mehr erforderlich, als über Einzelmaßnahmen, wie zum Beispiel Kreisverkehre, die in allen alten Plänen bereits eingezeichnet sind, zu diskutieren. Wer Rhade und Lembeck zukunftsfähig machen will, muss ein Gesamtkonzept denken und planen. Ohne den Begriff Verkehrswende in der Überschrift,  wird es beim Stückwerk bleiben. Verkehr und Klima sind auch nicht mehr zu trennen. Wer A sagt, muss B mitdenken. Stadtentwicklung, hier besser Dorfentwicklung, ist ohne ein Gesamtkonzept eine Fehlinvestition. Das aktuelle, mit Bürgermitwirkung erstellte, ist in Verbindung mit den vorherigen Plänen geeignet, Rhade positiv zu entwickeln. Aber nur dann, wenn eine in sich geschlossene Zusammenfassung professionell erstellt wird. Diese fehlt bisher. Eine Aufgabe für das städtische Planungsamt, um die hochmotivierten Akteure im Bürgerforum zu unterstützen.

Veröffentlicht am 04.01.2022

 

Kommunalpolitik Erinnerung im Heimatkalender - Vor 45 Jahren wurde über die A31 in Rhade heftig diskutiert

Am Ende der spannenden Dokumentation finden sich folgende Zeilen, die zur aktuellen Dorfentwicklungsplanung bestens passen:

 

 

Rhade

 

Es  war ein Dorf im Grünen.

Dann rückten Planer an.

Aus Rhade ist was zu machen,

sagten sie.

Dann kamen die Baumaschinen.

Eine Autobahn macht was her,

sagten sie.

Tatsächlich wuchs der Verkehr.

Und die Einwohnerzahl.

Rhade hat sich verändert,

stellen die Alten im Dorf fest.

Im Heimatverein nicken sie zustimmend.

Wollten wir das?

fragen sie sich.

Rettung naht,

sagen die neuen Planer.

Es sind Reparaturversuche,

sagen die Skeptiker.

Sie sind von gestern,

sagen die Macher von heute.

Rhade.  

Es war einmal ein Dorf im Grünen.

 

Unbekannter Verfasser

Veröffentlicht am 27.12.2021

 

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