Nachrichten zum Thema Kommunalpolitik

Eine eigene SPD-Zeitung zur 4. Rhader Kultur- und Infowoche Kommunalpolitik Heute vor 40 Jahren - Ein Blick in das Rhader SPD-Archiv

„Kultur zum Anfassen“

Kultur ist mehr als das Theaterabo. Kultur ist Lebensmittel. Lebensmittel für alle! Diese Erkenntnis haben die Rhader Sozialdemokraten frühzeitig erkannt und etwas vor Ort ins Leben gerufen, das für riesige Aufmerksamkeit und Beteiligung sorgte. Mit sogenannten Kultur- und Infowochen erreichte sie alle Bevölkerungsgruppen. Heute vor 40 Jahren organisierten und finanzierten die Mitglieder der Rhader SPD eigenständig bereits die 4. Woche dieser Art. Ein Blick in das Programm lässt Erinnerungen wach werden.

  • Mittwoch, 16.9.: Bürgerversammlung mit der Spitze der Stadtverwaltung über die Zukunft von Rhade in der Gaststätte Pierick
  • Freitag, 18.9.: Rockabend mit den Gruppen „Nightdream“, „Power-Station“ und „Poison“ auf dem Schulhof der Urbanusschule
  • Sonntag, 20.9.: um 15 Uhr Seniorentreffen bei Kaffee und Kuchen in der Gasstätte Nienhaus mit dem Akkordeonorchester
  • Am gleichen Abend um 20 Uhr Folkloreabend in der Geststätte Pierick
  • Ausstellungen von Bilder- und Tonarbeiten in der Gaststätte Nienhaus und Pierick

Alle Kultur- und Weiterbildungsangebote konnten durch Spenden kostenlos angeboten werden. Die Rhader SPD hat damit gezeigt, wie Kultur in den Außenbereichen „buchstabiert“ werden kann und muss. Die heutige Diskussion über ein eigenständiges Kultur- und Weiterbildungsangebot in Rhade zeigt, dass die neue Generation im Rathaus von der sozialdemokratischen Initiative lernen kann. Auch noch nach 40 Jahren.

Veröffentlicht am 07.08.2021

 

Ein beeindruckendes und aktuelles Dokument der Stadt Dorsten Kommunalpolitik Hochwasserschutz: Dorstener CDU ruft nach Klimaschutz-Workshop - Ein Blick in die Rathausschublade wäre zielführender

Integriertes Klimaschutzkonzept der Stadt Dorsten scheint in Vergessenheit geraten zu sein

Hitzesommer, Trockenheit, Dürre, Starkregen. Keine Ereignisse irgendwo in der Welt, sondern auch vor unserer Haustür. Grund für die Stadt Dorsten, frühzeitig ein „Integriertes Klimaschutzkonzept“ mit Bürgerbeteiligung erarbeiten zu lassen. Im April 2014 wurde das beeindruckende Dokument mit wichtigen Handlungsempfehlungen fertiggestellt und einstimmig im Stadtrat beschlossen. Das jetzt nach den erschreckenden Bildern der nicht weit entfernten Flutkatastrophe die Dorstener CDU-Fraktion nachfragt, ob unsere Stadt an der Lippe „im Falle eines Falles“ entsprechend vorbereitet ist, gehört zu den Pflichtaufgaben einer Ratsfraktion. Dass sie aber parallel einen Klimaschutz-Workshop anregt, zeigt, dass sie das selbst verabschiedete Klimaschutzkonzept nicht mehr „auf dem Schirm“ hat. Auf 180 DIN A-4-Seiten wurden nämlich auch mit ihrer Beteiligung für alle Dorstener Zielgruppen Maßnahmenkataloge erarbeitet und zur Umsetzung auf den Weg gebracht. Darunter auch das Kapitel „Maßnahmen gegen Hochwasser“ auf Seite 78. Den beteiligten Bürgern wurde zugesagt, in unregelmäßigen Abständen wieder eingeladen zu werden, um über die Aktualisierung des genannten Dokuments zu beraten. Bis heute, 7 Jahre danach, gab es kein sogenanntes „Expertentreffen“. Anstatt wieder nach einem neuen Klimaschutz-Workshop zu rufen, sollte einfach mal nachgelesen werden, welche guten Dokumente seit langer Zeit auf die Umsetzung warten.

Ein Zwischenruf aus Rhade in Richtung Dorstener CDU-Fraktion

Veröffentlicht am 05.08.2021

 

Kommunalpolitik Dorfentwicklung Rhade (DE) geht in nächste Runde

Bürgerforum präsentiert bisherige Ergebnisse

 

Zum 17. August werden alle Rhader Bürgerinnen und Bürger eingeladen, um bei Interesse Neues über die laufende Dorfentwicklungsinitiative zu erfahren. Bekanntlich wurde vor Monaten ein externes Planungsbüro beauftragt, um mit Online-Bürgerbeteiligung Ideen für Rhades Zukunft abzufragen. Die Beteiligung war gut, die Anregungen interessant aber nicht wesentlich anders, als die bereits mehrfach dokumentierten. „Rhade neu denken“, lautete zwar die Aufforderung, die aber das Vorhandene fast 1:1 bestätigte. Ein Bürger-Workshop, der sich eigentlich mit allen eingegangenen Bürgeranregungen befassen sollte, musste wichtige Themenfelder wegen zu geringer Beteiligung ausklammern. Noch ist nicht erkennbar, wie das erkannte Defizit ausgeglichen werden kann. Ob der der Ansatz, dem Bürgerforum (allein) zu überlassen, was, wo und wann an Zukunftsinitiativen umgesetzt werden sollte, richtig ist, darf hinterfragt werden. Ohne eine fachliche Führung, die nur vom Planungsamt der Stadt geleistet werden kann, werden die guten Bürgerideen nie zu einem funktionierenden Ganzen zusammengefügt werden können. Der Eindruck, dass die beiden Rhader Parteien, SPD und CDU, die in jahrzehntelangem ehrenamtlichen Engagement mit Bürgerbeteiligung nur noch indirekt eine Rolle spielen, kann sich auf Dauer für Rhade und Dorsten als eine fatale Fehlentwicklung herausstellen. Die engagierten Bürger, haben alle Unterstützung und Anerkennung verdient. Eine Dorfentwicklungs- oder Rahmenplanung ist aber nur dann wirklich erfolgreich, wenn alle kommunalen Aspekte berücksichtigt werden. Die genannten Parteien waren bisher Garant dafür, dass das funktionierte. Auch sie haben Respekt und Anerkennung verdient.

 

Ein kritischer Einwurf zur aktuellen Rhader Dorfentwicklungsdiskussion

Veröffentlicht am 03.08.2021

 

Kommunalpolitik Rhade: Zu knappe ärztliche Versorgung ist Dauerthema

Gesundbeten allein hilft nicht

 

Vor knapp 3 (!) Jahren hat die Verwaltung auf Initiative der Rhader SPD das Thema „Ärztliche Versorgung in Rhade“ öffentlich in der VHS behandelt. Vorausgegangen war bereits im Oktober 2017 eine von den Rhader Sozialdemokraten organisierte Diskussionsrunde mit unseren beiden Ärztinnen, Dr. med. Marlies Weddeling und Marion Hüttermann vor Ort. Zwei Hausärztinnen für fast 6000 Einwohner? Das ist zuwenig, waren sich alle Diskutanten auf dem Podium der VHS einig. Darunter 2 Fachärzte und ein Vertreter der Kassenärztlichen Vereinigung. Als wichtigstes Ergebnis, neben allgemein geäußerter Unzuständigkeit, wurde dann doch festgehalten, dass für eine dauerhafte weitere halbe Stelle in Rhade „auf allen Ebenen“ geworben werden soll. Eine Nachfrage von Hans-Willi Niemeyer in der örtlichen Praxis zeigt, dass es seit September 2019 noch immer keine Verbesserung in diese Richtung gibt. Zurzeit werden die beiden praktischen Ärztinnen durch eine weitere Kollegin in der Ausbildung, die Rede ist von 2 Jahren, unterstützt. Ein Lichtblick zwar, aber noch keine dauerhafte Lösung. Werfen wir einen Blick auf die aktuelle Online-Umfrage der Stadtverwaltung zur „Dörflichen Entwicklung Rhade“. Folgende Bürger-Vorschläge warten darauf, endlich umgesetzt zu werden.

  • Die ärztliche Versorgung ist in Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung der Bevölkerungsentwicklung anzupassen.
  • Ansiedlung von Fachärzten z.B. Kinderarzt, Frauenarzt, HNO usw.

Die Zukunft Rhades hängt auch von einer funktionierenden Infrastruktur ab. Eine breite ärztliche Versorgung gehört dazu.

 

Eigener Bericht, wird fortgesetzt

Veröffentlicht am 02.08.2021

 

Kommunalpolitik Rhade: VHS im Quartier – Ein städtisches Angebot mit einem Pferdefuß

Geschenk oder Pflichtaufgabe?

 

Seit Jahren macht die Dorstener VHS aus unerklärlichen Gründen einen Bogen um Rhade. Seit Jahren übt die Rhader SPD daran Kritik. Ein Thesenpapier zur kommunalen Kultur- und Weiterbildung wurde nochmals vor Ort erarbeitet und im Rathaus vorgestellt. Wir berichteten ausführlich unter anderem am 11.02.2021. Nun wirbt die VHS mit einem Angebot, das unter dem prägnanten Titel „VHS im Quartier“ das Rhader Bürgerforum erreicht hat und wie ein Geschenk wirken soll. Tatsächlich wird der Ball, sprich die Verantwortung, den Bürgern zugespielt.

  • Sie sollen erst einmal sagen, was sie gerne hätten.
  • Sie können sich in Gruppen zusammenschließen und Kultur oder Weiterbildung bestellen.

Der Name Volkshochschule ist aber Programm. Die Profis im Rathaus haben die Pflichtaufgabe besonders auch diejenigen zu erreichen, an denen Kultur und Weiterbildung bisher vorbeigegangen ist. Der zugeworfene Ball wird ohne eine flächendeckende werbende Hauswurfsendung leider nur (wieder) von denen aufgefangen, die bereits wissen, was Kultur und Weiterbildung zur Persönlichkeitsentwicklung leisten kann. Das ist im Prinzip in Ordnung, aber der andere Aspekt darf in einer gerechten Gesellschaft nicht beiseite geschoben werden. Abschließend noch ein Blick ins nicht genannte Kleingedruckte des VHS-Angebotes: 

  • Werden keine Wünsche geäußert, gibt es auch kein Angebot
  •  Kultur auf Bestellung ist abhängig von der Finanzlage

Ein kritischer Zwischenruf in Richtung Rathaus und VHS    

Veröffentlicht am 26.07.2021

 

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