Nachrichten zum Thema Kommunalpolitik

Kommunalpolitik Ich bin Rhade, Du bist Rhade, Wir sind Rhade - wir alle!

Sonntagsgedanken über eine scheinbare Selbstverständlichkeit

Als Rhader Bürgerin und Bürger gilt, wer hier gemeldet ist. Unabhängig davon ob er hier geboren wurde oder wie lange er hier schon lebt und wohnt. Ist das wirklich so? Wer genau hinhört, weiß, dass da schon Unterschiede gedacht werden. Sie dürfen aber nicht dazu führen, Vorteile für sich oder (s)eine Gruppe zu erstreiten. Besonders die Rhader SPD hat seit 1969, also seit 52 Jahren darauf geachtet, dass immer alle Rhader in den Blick genommen wurden. Übermorgen tagt das Rhader Bürgerforum. Alle Rhader können theoretisch teilnehmen. Wahrscheinlich werden es aber weniger als 100 sein. Diese tragen eine besondere Verantwortung. Eine Gesamtverantwortung für die 5.500 Rhader Bürgerinnen und Bürger, die auch hier wohnen und leben, aber nicht am Bürgerforum teilnehmen werden. Das ist eine besondere Herausforderung für die aktiven Organisatoren des Rhader Bürgerforums, sowie für alle Teilnehmer. Sie verdienen unsere uneingeschränkte Unterstützung, müssen aber auch von Zeit zu Zeit an die Selbstverständlichkeit erinnert werden, dass ich, du und wir alle Rhade sind.

Bürgerforum am Dienstag, 17. August 2021 ab 19:30 Uhr, „Open-Air“ auf dem Hof Feuerwehrgerätehaus Rhade, Erler Str. 67.

Corona-Auflagen: Teilnahme nur mit Nachwies „geimpft, getestet oder genesen“

Veröffentlicht am 15.08.2021

 

Bereits vor 22 Jahren hat die Rhader SPD per Hauswurfsendung alle Bürger erreicht. Mehr als bei der Online-Umfrage 2020 Kommunalpolitik Über Rhades Zukunft wird seit 45 Jahren diskutiert

Einzelne Fortschritte können Defizite nicht überdecken

Als 1975 Rhade ein Teil Dorstens wurde, überwogen die Versprechungen. Alles sollte besser werden, eine gleichberechtigte Entwicklung aller Stadtteile war das Ziel. Wechselnde externe Stadtplaner wurden beauftragt, um die beste Zukunftsentwicklung für Rhade mit Bürgerbeteiligung zu erarbeiten. Parallel unterstütze die Rhader SPD diese Initiativen mit eigenen Aktivitäten. So verteilten sie vor 22 Jahren einen Fragebogen an alle Haushalte, der die Überschrift trug: „Wie finden Sie Ihr Dorf?“ Der Rücklauf war beeindruckend, die Anmerkungen schlossen Lob, Kritik und klare Wünsche ein. Fortan wurde auf kommunalpolitischer Ebene versucht, die gewonnenen Ergebnisse praktisch umzusetzen. Von einzelnen Projekten abgesehen, fehlte der „große Wurf“. Das ist bis heute so geblieben. Auch der neuerliche Versuch die Bürger wieder zu befragen, was sie denn an Zukunftsideen für ihren Lebensmittelpunkt haben, bestätigt alle seit 45 Jahren gewonnenen Erkenntnisse. Am kommenden Dienstag tagt das Rhader Bürgerforum, um die Auswertung der 2020/2021 gestarteten Online-Umfrage vorzustellen. Wer alle Rhader Zukunftsdokumente seit 1975 gelesen hat, wird nicht überrascht sein. Daher lautet die Forderung der Rhader SPD, die jahrzehntelange Diskussion endlich zu beenden und das Erarbeitete auch zeitnah umzusetzen.

Ein Rhader Zwischenruf zur aktuellen Dorfentwicklungsdiskussion

 

Veröffentlicht am 13.08.2021

 

Wasser aus unserem Dorstener Grund und Boden. Es könnte Dorsten-Wasser heißen, trägt aber den Namen RWW Kommunalpolitik Wem gehört eigentlich das Grund- und Trinkwasser?

Rheinisch Westfälische Wasserwerksgesellschaft erhält neuen Dorstener Konzessionsvertrag

Das Kürzel RWW steht für die Rheinisch Westfälische Wasserwerksgesellschaft. Eine GmbH. Gesellschafter sind unter anderem die Städte Mülheim, Oberhausen, Bottrop, Gladbeck und der Kreis Recklinghausen. Dorsten gehört seit Jahrzehnten zum Versorgungsgebiet der RWW mit Trinkwasser. Per Vertrag erhält RWW die zeitlich befristete Konzession, Wasser zu fördern und als Trinkwasser zu verkaufen. Vor Ablauf des Vertrages wurde in unserer Stadt kurz diskutiert, ob ein Versorgerwechsel möglich und sinnvoll sei. Die Verwaltung hat bereits 2019 dem Stadtrat dazu eine umfangreiche Diskussionsgrundlage vorgelegt, die klar in Richtung Verlängerung mit RWW tendierte. Während in Nachbarstädten wie Herten, Borken und Haltern eigene Stadtwerke nicht nur die Energieversorgung in Eigenregie verwalten, gehört auch die Wasserversorgung dazu. Wäre Dorsten gut beraten gewesen, auch hier einen Umstieg ins Auge zu fassen? Nachdem das Strom- und Gasnetz durch Initiative der hiesigen SPD bereits in eine eigenständige Netzgesellschaft überführt wurde, ist es beim Wasser schwieriger - aber nicht unmöglich. Eine genauere Prüfung fand aber nicht statt, weil die oben genannte Vorlage der Verwaltung so eindeutig pro RWW ausfiel, dass der Rat vor kurzem ohne weitere Diskussion einer 30jährigen Verlängerung mit RWW zustimmte. Das kommunalpolitische Ziel, von der SPD vor Jahren angestoßen, nach und nach wieder ein eigenständiges „Dorstener Stadtwerk“ aufzubauen, scheint hier (noch) nicht mehrheitsfähig zu sein.

Eine kritische Stellungnahme aus Rhade in Richtung Dorstener Rathaus

Veröffentlicht am 11.08.2021

 

Eine eigene SPD-Zeitung zur 4. Rhader Kultur- und Infowoche Kommunalpolitik Heute vor 40 Jahren - Ein Blick in das Rhader SPD-Archiv

„Kultur zum Anfassen“

Kultur ist mehr als das Theaterabo. Kultur ist Lebensmittel. Lebensmittel für alle! Diese Erkenntnis haben die Rhader Sozialdemokraten frühzeitig erkannt und etwas vor Ort ins Leben gerufen, das für riesige Aufmerksamkeit und Beteiligung sorgte. Mit sogenannten Kultur- und Infowochen erreichte sie alle Bevölkerungsgruppen. Heute vor 40 Jahren organisierten und finanzierten die Mitglieder der Rhader SPD eigenständig bereits die 4. Woche dieser Art. Ein Blick in das Programm lässt Erinnerungen wach werden.

  • Mittwoch, 16.9.: Bürgerversammlung mit der Spitze der Stadtverwaltung über die Zukunft von Rhade in der Gaststätte Pierick
  • Freitag, 18.9.: Rockabend mit den Gruppen „Nightdream“, „Power-Station“ und „Poison“ auf dem Schulhof der Urbanusschule
  • Sonntag, 20.9.: um 15 Uhr Seniorentreffen bei Kaffee und Kuchen in der Gasstätte Nienhaus mit dem Akkordeonorchester
  • Am gleichen Abend um 20 Uhr Folkloreabend in der Geststätte Pierick
  • Ausstellungen von Bilder- und Tonarbeiten in der Gaststätte Nienhaus und Pierick

Alle Kultur- und Weiterbildungsangebote konnten durch Spenden kostenlos angeboten werden. Die Rhader SPD hat damit gezeigt, wie Kultur in den Außenbereichen „buchstabiert“ werden kann und muss. Die heutige Diskussion über ein eigenständiges Kultur- und Weiterbildungsangebot in Rhade zeigt, dass die neue Generation im Rathaus von der sozialdemokratischen Initiative lernen kann. Auch noch nach 40 Jahren.

Veröffentlicht am 07.08.2021

 

Ein beeindruckendes und aktuelles Dokument der Stadt Dorsten Kommunalpolitik Hochwasserschutz: Dorstener CDU ruft nach Klimaschutz-Workshop - Ein Blick in die Rathausschublade wäre zielführender

Integriertes Klimaschutzkonzept der Stadt Dorsten scheint in Vergessenheit geraten zu sein

Hitzesommer, Trockenheit, Dürre, Starkregen. Keine Ereignisse irgendwo in der Welt, sondern auch vor unserer Haustür. Grund für die Stadt Dorsten, frühzeitig ein „Integriertes Klimaschutzkonzept“ mit Bürgerbeteiligung erarbeiten zu lassen. Im April 2014 wurde das beeindruckende Dokument mit wichtigen Handlungsempfehlungen fertiggestellt und einstimmig im Stadtrat beschlossen. Das jetzt nach den erschreckenden Bildern der nicht weit entfernten Flutkatastrophe die Dorstener CDU-Fraktion nachfragt, ob unsere Stadt an der Lippe „im Falle eines Falles“ entsprechend vorbereitet ist, gehört zu den Pflichtaufgaben einer Ratsfraktion. Dass sie aber parallel einen Klimaschutz-Workshop anregt, zeigt, dass sie das selbst verabschiedete Klimaschutzkonzept nicht mehr „auf dem Schirm“ hat. Auf 180 DIN A-4-Seiten wurden nämlich auch mit ihrer Beteiligung für alle Dorstener Zielgruppen Maßnahmenkataloge erarbeitet und zur Umsetzung auf den Weg gebracht. Darunter auch das Kapitel „Maßnahmen gegen Hochwasser“ auf Seite 78. Den beteiligten Bürgern wurde zugesagt, in unregelmäßigen Abständen wieder eingeladen zu werden, um über die Aktualisierung des genannten Dokuments zu beraten. Bis heute, 7 Jahre danach, gab es kein sogenanntes „Expertentreffen“. Anstatt wieder nach einem neuen Klimaschutz-Workshop zu rufen, sollte einfach mal nachgelesen werden, welche guten Dokumente seit langer Zeit auf die Umsetzung warten.

Ein Zwischenruf aus Rhade in Richtung Dorstener CDU-Fraktion

Veröffentlicht am 05.08.2021

 

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