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Nachrichten zum Thema Kommunalpolitik
Kommunalpolitik Der Tisa-Brunnen - Ein fehlendes Dorstener Wahrzeichen
Quälende Diskussionen seit über 12 Monaten - und kein Ende in Sicht
Bei der Neupflasterung des Dorstener Marktplatzes Anfang 2020 wurde der von der Dorstener Ehrenbürgerin Schwester Paula - Tisa von der Schulenburg gestaltete Brunnen, abgebaut. Es war aber nicht irgendein Brunnen, sondern einer der die Geschichte der Lippestadt in Form von Reliefs, umspielt von kleinen Wasserfontainen, wiedererzählte. Die Lücke nach seiner Entfernung machte plötzlich deutlich, dass da etwas Wertvolles droht, verloren zu gehen. Das war der Startschuss für eine engagierte und emotionale öffentlich geführte Debatte, u. a. in der Dorstener Zeitung. Tendenz: Wir Dorstener wollen den Tisa-Brunnen an dieser Stelle wiederhaben. Einige Experten versuchten sich an der geschichtlichen Bedeutung, andere an der Bausubstanz. Der Stadtrat gab grundsätzlich grünes Licht für einen Brunnen, ließ aber offen, ob er als Kopie des bisherigen hergestellt werden sollte. Nun also sollen interessierte Bürger an zwei Marktagen nochmals befragt werden um anschließend in einer Abendveranstaltung darüber diskutieren zu können. Gut gemeint, aber völlig überflüssig. Dorsten kann sich glücklich schätzen, ein zentrales städtisches Wahrzeichen von einer großen, allseits geschätzten Dorstener Künstlerin im Zentrum präsentieren zu können. „Schlagt den Knoten endlich durch und baut den Brunnen in seiner Ursprungsform endlich wieder auf“, lautet der dringende Rat von außen.
Ein Zwischenruf aus Rhade
Veröffentlicht am 05.02.2021
Kommunalpolitik Was unser Leben reicher macht? KULTUR IM QUARTIER
Rhader Thesenpapier im Rathaus angekommen - Dezentralisierung kein Fremdwort mehr
Seit Jahren spielt sich die städtische Kultur- und Weiterbildung fast ausschließlich im Zentrum der Stadt ab. Seit Jahren wird vor Ort über diese Entwicklung geklagt. Nun hat ein Diskussions- und Thesenpapier deutlich Wirkung gezeigt. Intensive, auch kontroverse Gespräche mit der Verwaltung, direkt und per E-Mail, haben zu einem ersten positiven Ergebnis für Rhade, und in der Folge sicherlich für alle Dorstener Stadtteile im Außenbereich geführt. Der Begriff der Dezentralisierung wird künftig einen hohen Stellenwert erhalten. Das Kulturamt beabsichtigt jetzt auch direkt vor Ort für die Teilnahme an Kinder- und Jugendkulturprojekten zu werben. Angekündigt wird, dass es in der kommenden Spielzeit wieder Puppentheater in Rhade geben soll. VHS-Kurse, viele Jahre hier Fehlanzeige, werden unter dem Begriff VHS IM QUARTIER dann in Rhade angeboten, so die Antwort der Verwaltung vom 26. Januar 2021. Die Absichtserklärung der Verwaltung liegt inzwischen auch dem Rhader Bürgerforum und dem Stadtrat vor. Nun wird es darauf ankommen, dass „das Eisen geschmiedet wird, solange es warm ist“, kommentiert Dirk Hartwich, der das Kultur-Thesenpapier auf den Weg gebracht und mit Hans-Peter Steffens vom Bürgerforum die Gespräche mit der Verwaltung geführt hat. „Wichtig ist mir“, so Hartwich abschließend, „dass die begonnene Diskussion überparteilich angelegt ist und entsprechend weiter geführt werden muss“. Dass es auch noch Kritikpunkte an der Verwaltungsposition gibt, wird in Kürze gesondert aufgegriffen.
Das Rhader Thesenpapier und die Verwaltungsantwort können unter dirk.hartwich@t-online.de angefordert werden.
Eigener Beitrag
Veröffentlicht am 01.02.2021
Kommunalpolitik Rhade vor 10 Jahren - Ein interessanter Blick zurück wirft Fragen auf
Workshop zur Stadtteilrahmenplanung mit überzeugenden Zukunftsideen
Vor genau zehn Jahren produzierten viele Rhader Bürger in 5 Arbeitsgruppen Zukunftsideen für ihren Lebensmittelpunkt. Eingeladen hatte die Stadtverwaltung, die damit einer hartnäckigen Forderung der Rhader SPD folgte. Ein Blick in die 108. Ausgabe der „SPD-Nachrichten für Rhade“ erinnert an Erstaunliches. Die Arbeitsgruppe Wirtschaft - Versorgung - Tourismus ließ sich von der Idee, Raus aus dem Dornröschenschlaf leiten. Eine andere Gruppe mit der Bezeichnung Verkehr setzte sich zum Ziel: Warum nicht Rhade mal zum Modell für Dorsten ausrufen? Dann die Gruppe Soziales - Bildung. Kenn‘ ich nicht - gibt es nicht - lernen ist mehr als Schule, lautete deren Ziel. Die Gruppe Stadtentwicklung und Gestaltung fragte provokativ, ob Rhade nur Wohn- und Schlafstadt sein sollte. Ihre Antwort, dass da mehr drin ist, zeigte Mut zur Veränderung. Natur - Umwelt - Freizeit war der Name der nächsten Arbeitsgruppe. Hier stellen wir das Ergebnis ihrer Überlegungen in einem Satz zusammen: Es geht darum, das Natürliche unserer Landschaft zu erhalten und dennoch kein abgeschlossenes Reservat zu schaffen!
Heute zerbrechen sich wieder Rhader Bürger den Kopf, was zu tun sei, um unseren Lebensmittelpunkt zukunftsfähig zu machen. Diejenigen, die vor 10 Jahren dabei waren, runzeln die Stirn, weil sie erkennen, dass die Fragestellungen sich nicht verändert haben und die heutigen Antworten nahezu deckungsgleich sind.
Ein kritischer Zwischenruf eines Rhader Workshopteilnehmers
Veröffentlicht am 27.01.2021
Kommunalpolitik Bürgerbeteiligung - Wenn Erwartungen geweckt werden …
Ein neuer Mobilitätsplan für ganz Dorsten und die Zeitschiene
Wer eine kommunale Verkehrswende will, kommt ohne genaue Planung und Modellrechnung nicht weiter. Entsprechende Dorstener Überlegungen kommen jetzt in die Phase der Ausschreibung, um Experten mit dieser „Jahrhundertaufgabe“ zu betrauen. Sollte dann der Beschluss im Rat gefasst werden, wird es Monate und länger dauern, bis über die Vorstellungen und Vorschläge öffentlich diskutiert werden kann. Dass eine mögliche Projekt-Umsetzungszeit nochmals dazu addiert werden muss, leuchtet ein. Diese Zeitachse kollidiert aber mit den gerade abgefragten Bürgerhinweisen in Rhade und Lembeck, um den ländlichen Bereich jetzt zu stärken. Mit 100 von 400 kritischen Eingaben dominiert das Thema Verkehr deutlich. Wenn aber dieser Bereich in der aktuellen Rhader/Lembecker Planungsphase wegen des zu erwartenden Dorstener Mobilitätsplans in die Warteschleife geschickt wird, dann wird die Enttäuschung vor Ort (nicht zu ersten Mal) riesengroß sein. Kommunale Bürgerbeteiligung ist ein zartes Pflänzchen, das ohne verlässliche Wachstumsunterstützung erst die Blätter verliert, um dann einzugehen. Öffentliche Aufklärung tut not.
Ein besorgter Zwischenruf aus Rhade
Veröffentlicht am 25.01.2021
Kommunalpolitik Politiker stehen im Mittelpunkt - Der Preis dafür ist hoch
Michael Hübner (SPD-MdL) kennt Höhen und Tiefen des Berufs
Gestern noch der Rückschlag, Michael Gerdes (MdB) zu beerben, heute eine neue Aufgabe im Ruhrparlament. Die Pressemitteilung im Wortlaut:
„Michael Hübner ist neuer wirtschaftspolitischen Sprecher der SPD im Ruhrparlament!“
„Ich freue mich sehr, dass die SPD-Fraktion im Ruhrparlament mir das Vertrauen ausgesprochen hat und mich zu ihrem wirtschaftspolitischen Sprecher gewählt hat. Das Ruhrgebiet steht in den nächsten Jahren vor großen Herausforderungen. Wir müssen es schaffen, dass heute die Weichen für den wirtschaftlichen Erfolg von morgen gestellt werden. Dazu gehört vor allem der ökologische Umbau des Ruhrgebiets zur grünsten Industrieregion Europas. Die Förderung der Wasserstofftechnologie nimmt dabei eine Schlüsselposition ein. Deshalb brauchen wir eine Förderungsoffensive, sozusagen eine mit Landes- und Bundesmitteln geladene „Förderungs-Bazooka“ für die Umstellung auf die Wasserstofftechnologie. Das weitverbreitete „Kirchturmdenken“ im Ruhrgebiet sollte endlich aufgegeben und die interkommunale Zusammenarbeit zu einer Selbstverständlichkeit werden. Die dadurch entstehenden Synergieeffekte müssen wir nutzen, um die städtischen Haushalte zu entlasteten. Bei der Neuaufstellung des Regionalplanes muss das Ruhrparlament die größtmögliche Geschlossenheit an den Tag legen um die größtmögliche Akzeptanz in den Kommunen zu erreichen. Ich werde dazu meinen vermittelnden Beitrag leisten!“
Veröffentlicht am 23.01.2021
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