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Nachrichten zum Thema Kommunalpolitik
Kommunalpolitik Rhade vor 25 Jahren – Ein Blick ins Privatarchiv
Bürgerinitiative gegen Asylanten – Unterstützung von ganz Rechtsaußen
Vor 25 Jahren verursachte ein Rhader Neubau im Kreuzungsbereich Erler Straße / Höfer Weg ein kommunalpolitisches Erdbeben. Ursprünglich für Aussiedler vorgesehen, wurde auch über eine Unterbringung von Asylbewerbern laut nachgedacht. Die dadurch ausgelösten Diskussionen und Leserbriefe führten in der Folge zu der Gründung einer Rhader Bürgerinitiative unter der Führung bekannter Rhader Namen. Einer aber war darunter, der als rechter Strippenzieher und Wortführer die Stimmung anheizte. Unvergessen die „Informationsveranstaltung“ der Bürgerinitiative im Saal der Gaststätte Nienhaus. 130 Rhader waren gekommen, um in der übergroßen Mehrzahl ihren geballten Unmut über die Verwaltung und einzelne Bürgervertreter freien Lauf zu lassen. Die Temperatur im Saal stieg von Minute zu Minute. Nicht wenige haben dabei ihren sonst kühlen Kopf und die Contenance verloren. Beleidigungen gegen Andersdenkende wurden frenetisch bejubelt. Und im Hintergrund der Strippenzieher Karl Höffkes. Seines Zeichens Verleger und Autor vieler rechter Schriften, Mitglied in Organisationen, die vom Verfassungsschutz erwähnt wurden. Die Ruhr Nachrichten baten ihn vor 25 Jahren um eine Stellungnahme zu den Vorwürfen. „Ich distanziere mich von gar nichts, das hab’ ich gar nicht nötig“, so seine Positionierung. Einige Rhader Sprecher der BI zeigten sich zwar überrascht, eine Distanzierung von dem „Rhader“ Rechtsaußen wurde im Archiv aber nicht gefunden. Nachzutragen ist, dass im besagten Haus keine Schutzsuchenden Obdach gefunden haben. Auch nach 25 Jahren entwickelt sich beim Nachlesen ein bitterer Geschmack über die Art und Weise, wie mit Andersdenkenden in unserem Dorf umgegangen wurde.
Erinnerungen eines Rhader Zeitzeugens
Veröffentlicht am 19.01.2021
Kommunalpolitik Dorsten: Jede Menge Kohle ...
Fördermittel fließen ins Zentrum - In Rhade wird das Prinzip Hoffnung gefördert
Gestern die Dorstener Mitte, dann der Bürgerpark, nicht zu vergessen die Fußgängerbrücke, nun wird auch der Dorstener Wald und ein besonderer Garten mit üppigen Fördergeldern aufgepeppt. Das ist gut und zu begrüßen. Denn wir alle sind Dorsten. Nicht gut ist, dass ein Teil Dorstens, nämlich Rhade, ebenfalls viele Projekte in der Pipeline hat, die aber einfach nicht umgesetzt werden. Bisher war der einsichtigste Grund immer die Finanzmisere unserer Stadt. Wer den Blick in „die Mitte“ wirft, kann das nicht mehr so recht glauben. Dort wurde geklotzt was das Zeug hält. Für uns in Rhade wird die Spannung gefördert, irgendwann auch mal dran zu sein. Seit Jahren. Es scheint ein Prinzip dahinter zu stecken. Bevor der Unmut über nicht eingehaltene Versprechen zu groß wird, beginnt die Verwaltung wieder von vorn und ruft die Rhader zum Mitmachen auf. „Wir wollen wissen wo der Schuh drückt?“, so die offizielle Lesart der Verwaltung und des extern beauftragten Beratungsbüros. Nach 1975, 1998 und 2014 bereits zum dritten Mal. So langsam sollte aber bekannt sein, was in Rhade verbessert werden muss.
Eine kritische Anmerkung eines Rhader Zeitzeugen
Veröffentlicht am 15.01.2021
Kommunalpolitik Rhade: gestern - heute - morgen
Ein Blick in den kommunalpolitischen Kalender
Gestern:
- Vor 46 Jahren (1975) wurde aus Rhade Dorsten-Rhade
- Der Bezirksausschuss Rhade/Lembeck nimmt seine Arbeit auf
- Die Rhader SPD titelt in ihrer 10. Ausgabe der „SPD-Nachrichten für Rhade“: 2. Kindergarten in Rhade in kommunaler Trägerschaft
- Elternmehrheit lehnt 5-Tage-Woche in der Urbanusschule ab
Heute:
- Rhade ist zwar weiterhin Teil Dorstens - fühlt sich aber gegenüber dem Zentrum benachteiligt
- Der Bezirksausschuss ist seit Ende der 90er Jahre Geschichte
- Mehrere Versuche eine gleichwertige Alternative einzurichten, gelten als gescheitert
- Nach 1998 und 2014 wird in Rhade wieder gefragt, was wir wollen. Dabei können die Antworten aus der Schublade geholt werden
Morgen:
- Wir hoffen, dass sich in unserem Land und unserer Stadt die menschlichen Tragödien der Corona-Pandemie 2020/2021, sowie die daraus resultierenden wirtschaftlichen Verwerfungen gemeinsam bewältigen lassen
- Wir hoffen, dass die nun schon mehrfach gewonnenen Erkenntnisse wie Rhade zukunftsfähig gemacht werden kann, auch mal umgesetzt werden
- Wir hoffen, dass hier politische Konkurrenten nie (mehr) zu Feinden erklärt werden
Veröffentlicht am 13.01.2021
Kommunalpolitik Wohin gehst du - Rhade? - Onlinebefragung zur Dorfentwicklung Rhade/Lembeck abgeschlossen
Gibt es neue Erkenntnisse?
Rund 11.000 Rhader und Lembecker Bürger waren von der Verwaltung und einem extern beauftragten Planungsbüro mehrere Wochen lang aufgerufen, um mit eigenen Vorschlägen die Weiterentwicklung ihres Lebensmittelpunktes zu begleiten. Herausgekommen sind ca. 400 Ideen, die sich auf die Themenfelder Verkehr (110), Arbeiten/Wohnen (62), Freizeit/Naherholung (59), Erscheinungsbild Dorf (57), Dorfleben (33), Versorgung/Soziales (31), , Klima/Umwelt (30) und Bildung/Erziehung (16) verteilen. Wer sich die Mühe macht alle Bürgerhinweise zu lesen, stellt fest, dass aus der Anzahl schwer abzuleiten ist, wohin die Zukunftsreise gehen soll. Viele Einzelhinweise, fast alle sind berechtigt, könnten bereits morgen von der Verwaltung umgesetzt werden. Sie sind dem laufenden Geschäft der Verwaltung zuzuordnen. Andere, die den Blick in die Zukunft richten und dabei das Ganze im Auge haben, dürften das Gerüst bilden, aus dem Investitionsprogramme abgeleitet werden könnten. Ohne in Polemik abzugleiten darf kritisch angemerkt werden, dass die für Rhade gewonnenen Erkenntnisse fast alle bereits im Rhader Rahmenplan (2014) und seinem Vorgänger (1998) enthalten sind. Wäre der folgende Absatz im gültigen Rahmenplan ernst genommen worden, nämlich, dass die „Rahmenplanung kein starres Korsett, sondern flexibel für Neuentwicklungen ist und immer wieder auf seine Aktualität hin überprüft werden sollte“, hätte die Verwaltung viel Geld und Zeit gespart. So warten wir gespannt auf die offizielle Bewertung des Planungsbüros Frauns, welche Formulierungen sie findet, um „alten Wein in neuen Schläuchen zu verkaufen“. Und noch etwas: Die bei den teilgenommenen Bürgern geweckten Erwartungen müssen jetzt endlich auch mal zu greifbaren Ergebnissen führen.
Ein kritischer Rhader Zwischenruf
Veröffentlicht am 11.01.2021
Kommunalpolitik Die kommunalpolitische Lähmung (Teil 1)
Corona zwingt Parteien in die Isolation
Die grassierende Pandemie ist nur auszurotten, wenn wir uns alle verantwortungsvoll verhalten. Neben den AHA-Regeln ist es ein flächendeckendes Impfen, um wieder in den Normalmodus des Lebens zurückzufinden. Heute soll der Fokus auf die Dorstener Parteien gerichtet werden, die allesamt in der Versenkung verschwunden sind. Wie gut, dass es das Telefon und Internet gibt. Überdeutlich tritt aber zu Tage, dass die digitale Kommunikation auch nicht annähernd das persönliche Gespräch von Angesicht zu Angesicht ersetzen kann. Je länger der sogenannt Lock- oder Shutdown andauert, je schwieriger wird es, die eingesetzte Sprachlosigkeit zu überwinden. Egal, ob wir uns der Dorstener roten, schwarzen, gelben oder grünen Parteifarbe zugehörig fühlen, wir alle sind ruhiggestellt. Wir wissen auch, wenn der direkte Kontakt zur Parteibasis, also zum ganz normalen Mitglied ohne Funktion einmal abgerissen ist, wird es sehr schwer, ihn wieder aufleben zu lassen. Die Folge ist, dass immer weniger „Aktive“ an den Stellschrauben der kommunalen Selbstverwaltung drehen. In der Regel bedeutet das für Rhade und Dorsten einen ziemlichen Qualitätsverlust mit Zeitverzug. Deshalb müssen wir es schaffen die eingetretene kommunalpolitische Lähmung und die damit verbundene Sprachlosigkeit zu überwinden. In unserem ureigensten Interesse.
Ein besorgter Zwischenruf aus Rhade – Teil 2 folgt in Kürze und wird die Folgen im Stadtrat und der Verwaltung beschreiben.
Veröffentlicht am 07.01.2021
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