Nachrichten zum Thema Stadtentwicklung

Stadtentwicklung Rhade und die Standortfaktoren

Um in der Zukunft attraktiv zu sein, muss eine Stadt, auch in allen dazugehörigen Stadtteilen, die dafür wichtigen Standortfaktoren, auch Infrastruktur genannt, im Blick haben - und gleichwertig berücksichtigen. Neben Wohnen, Bildung, Verkehr, Kultur, gehören u. a. Wirtschaft und Versorgung ganz oben auf die Standortfaktoren-Liste. Während die verkehrliche Anbindung mit Bahn, Bus, Autobahn und einem Radwegenetz alle Rhader Kriterien einigermaßen erfüllt, sind Bildung und Kultur sicherlich ausbaufähig. Wenn mit Wirtschaftsförderung insbesondere die Nahversorgung mit alltäglichem Bedarf, sprich Lebensmittel gemeint ist, auch dann kann in Rhade nicht gemeckert werden. Richtig ist, dass ein Drogeriemarkt eine sinnvolle Abrundung des Angebots bedeuten würde. Richtig ist aber auch, dass im Nachbarstadtteil Lembeck das Angebots-Defizit auf dem genannten Sektor deutlich größer als in Rhade ist. Stadtentwicklungspolitik hat das im Blick zu behalten. Am 23. August tagt dazu der Fachausschuss. Wird er einen salomonischen Beschluss fassen, der in Rhade und Lembeck gleichermaßen Zustimmung findet? Gespannt blicken die Rhader und Lembecker am 23.8. um 17 Uhr in Richtung Gemeinschafthaus Wulfen, dem Ort der Tagung.

Veröffentlicht am 15.08.2022

 

Stadtentwicklung Prima Klima in Dorsten? Am 12.Mai 2020 stellten wir bereits diese Frage

Stadtbegrünung muss höheren Stellenwert erhalten

Es ist zu warm und zu trocken. Seit Jahren. Die Klimaveränderung ist Folge unseres täglichen Handelns. Das wissen wir alles. Wir wissen auch, dass gegengesteuert werden muss. Eine Aufgabe der Stadtentwicklung. Hier müssen alle Fäden zusammenlaufen, um etwas Nachhaltiges zu erreichen. Neben den bekannten Handlungsfeldern Verkehr und Heizen, einschließlich der Isolierung von Gebäuden, gibt es einen Bereich, der zwar immer mal wieder erwähnt wird, aber dessen Bedeutung nach wie vor unterschätzt wird. Die systematische Durchgrünung unserer Stadt und aller Quartiere. „Grün kühlt“, titelt die Süddeutsche Zeitung plakativ. Und Wissenschaftler belegen diese alte Erkenntnis immer wieder neu. Und trotzdem sehen neue Bebauungspläne immer noch nicht wesentlich anders aus, als vor Jahren und Jahrzehnten. Fassadenbegrünung? Dachbegrünung? Frischluftschneisen? Verbindliche Gestaltungssatzungen z. B. für Vorgärten? Getrennte Wassersysteme für Trink- und Brauchwasser? Viele interessante und wichtige Fragen. Die Antworten dazu müssen in enger Zusammenarbeit der Verwaltung, des Stadtrates und interessierter Bürgerinnen und Bürger gefunden werden. Eine Grundsatzdiskussion darüber ist in unserer Stadt überfällig.

Ein Rhader Zwischenruf

Nachsatz: Auch im neuen Rhader Dorfentwicklungskonzept spielen die Bereiche KLIMA und UMWELT keine Rolle! Hinweise der Rhader SPD, das zu korrigieren, wurden bisher ignoriert!

Veröffentlicht am 22.07.2022

 

Stadtentwicklung Rhade/Lembeck: Dorfentwicklungsplanung muss ganzheitlich bewertet werden

Drogeriemarkt-Diskussion zeigt Defizite

Zur Zeit wird in Rhade und Lembeck heftig und kontrovers darüber diskutiert, wie die künftige Einkaufslandschaft vor Ort aussehen müsste, um sich zukunftsfähig aufzustellen. Dass ein Drogeriemarkt dazugehört, wird von keiner Seite bezweifelt. Nur die Standortfrage ist umstritten. Sich widersprechende Gutachten liegen auf dem Tisch und erschweren eine Entscheidung beider Dörfer. Es sind aber nicht nur Aspekte wie Kaufkraftbindung und Sortimentserweiterung hier oder da, die diskutiert werden müssen. Dorfentwicklung muss immer auch die Auswirkungen auf andere Bereiche des Stadtteils und Quartiers im Blick behalten. Dass der bisher beklagte Durchgangs- und Binnenverkehr als zu schnell und zu massiv in allen Bürgerumfragen benannt wurde, scheint in der derzeitigen Drogeriemarkt-Diskussion keine Rolle zu spielen. Noch ist Zeit, diesen Aspekt aufzugreifen. Dorfentwicklung ist nämlich nur dann erfolgreich, wenn alle Bereiche des öffentlichen Lebens aufeinander abgestimmt werden.

Ein Rhader Zwischenruf

Veröffentlicht am 24.06.2022

 

Stadtentwicklung Forks Busch - Eine persönliche Reflexion in Form eines Offenen Briefes

Forks Busch - Weniger wäre mehr

Eine kurze persönliche Reflexion zur aktuellen Diskussion „Forks Busch“. Die Einbeziehung des Landschaftsbüros Schmidt ist in mehreren Punkten wertvoll und hilfreich.

  1. Der Bereich Klima und Ökologie erhält (endlich) einen wichtigen Stellenwert in der aktuellen Dorfentwicklungsplanung.  
  2. Der gutgemeinte Ansatz der Verwaltung, Stadtentwicklung für Rhade (und Lembeck) ausschließlich als reine Bürgerbeteiligung ohne fachliche Führung, nur mit Moderation zu organisieren, zeigt am genannten Beispiel, nicht umfassend zu funktionieren.
  3. Die Präsentation der Forks-Busch-Expertise des Büros Schmidt bestätigt eindrucksvoll alle Erkenntnisse, die die Stadt Dorsten seit 1975 mehrfach durch Bürgerbeteiligung, Einbeziehung von externen Fachbüros, des eigenen Planungsamtes und der Diskussion und Beschlussfassung in den politischen Gremien bereits gewonnen und dokumentiert hat. 
  4. Die jetzt ehrenamtlich vor Ort agierenden Bürger verdienen uneingeschränkt Respekt und Dank für ihr Engagement. Ihre Anregungen, Forks Busch zu einem Bürgerpark zu gestalten, sind im Prinzip nicht falsch, berücksichtigen aber leider zu wenig, die jetzt wieder aktuell gewonnenen Erkenntnisse zur klimatischen und ökologischen Funktion dieses Waldstücks.
  5. Das vorgestellte Gutachten könnte die plakative Überschrift tragen: Weniger ist mehr! Ein eindrucksvolles Plädoyer für kommunalen Klimaschutz mitten im Dorf.
  6. Die Enttäuschung der Arbeitsgruppe Dorfentwicklung, die sich durch das Gutachten in ihrem Engagement gebremst fühlt, ist nachzuvollziehen, hat aber ihre Ursache in der fehlenden fachlichen Führung bei der Dorfentwicklungsplanung. Vergleiche hierzu Punkt 2.
  7. Die Präsentation der Expertise am 29. April vor Ort zeigte auch eindrucksvoll, dass insbesondere die Anlieger rings um Forks Busch den Wert des Waldstücks erkannt haben und einer Veränderung eher ablehnend gegenüberstehen. Falsch wäre, das nur als egoistisches Eigeninteresse auszulegen.
  8. Meine Empfehlung nach Wertung aller Erkenntnisse zu Forks Busch, seit 1975 (kommunale Neugliederung) bis heute, lautet: Gemeinsam mit den Anliegern, dem Fachbüro Schmidt, der Verwaltungsfachabteilung, der Arbeitsgruppe Dorfentwicklung, den beiden vor Ort präsenten Parteien und interessierten Bürgerinnen und Bürgern den Aspekt, „Rhader Klima“ im Allgemeinen und am Beispiel „Forks Busch“ im Besonderen, neu aufzugreifen.

Ich bitte abschließend die Verwaltung und den Umwelt- und Planungsausschuss der Stadt Dorsten (UPA), bei der Behandlung im Mai, das bisherige Dorfentwicklungsverfahren nicht nur zu loben, sondern die genannten Schwachpunkte selbstkritisch einzuräumen und nachträglich auszuräumen.

Mit freundlichen Grüßen 

Dirk Hartwich

Veröffentlicht am 03.05.2022

 

Stadtentwicklung Regionalverband Ruhr (RVR) sorgt für Irritationen in Dorsten

Verbindliche Planungsgrundlagen künftig wertlos?

Wer in einer Stadt als Unternehmer oder privat investieren will war immer gut beraten, zuerst den Flächennutzungsplan und die damit korrespondierenden Detailpläne zu studieren. Das „Haltbarkeitsdatum“ eines Flächennutzungsplan beträgt rund 25 Jahre. Hier kann der Suchende auf einen Blick erkennen, wo sich landschaftliche Schutzzonen befinden, Gewerbegebiete geplant sind oder Wohnflächen entstehen können. Bisher galten diese wichtigen Informationen auch als wesentliche und verbindliche Standortfaktoren. Jetzt stellt der RVR als übergeordnete Behörde diese Verbindlichkeit und Planungssicherheit in Frage. Die Stadt Dorsten und Teile der Ratsfraktionen laufen dagegen Sturm und fordern den RVR zur Rückkehr und Anerkennung bereits getroffener und genehmigter Entscheidungen auf. Neben der plötzlich gestrichenen Ausweisung von Wohnflächen ist besonders zu kritisieren, dass die Dorstener Bergehalde, nicht wie in allen terminierten Planungen festgeschrieben als sogenanntes Landschaftsbauwerk geöffnet werden, sondern in einem großen Teilbereich als Schadstoffdeponie eine neue Funktion erhalten soll. Vertrags- und Vertrauensbruch? Ja, da sind sich SPD, Stadt und Teile des Rates einig.  Notfalls, wenn es „freihändig“ keine Einigung gibt, wird geklagt. So die Dorstener Position, die es verdient, allseits unterstützt zu werden.

Eigener Bericht auf Grundlage des Dorstener Zeitungsartikels „ Forensik, Deponien: Regionalverband stößt im Kreis RE auf Widerstand“ vom 25.04.2022    

Veröffentlicht am 30.04.2022

 

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