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Nachrichten zum Thema Kommunalpolitik
Kommunalpolitik Dorsten: Heute Ratssitzung - Ein neuer Anfang oder weiter wie bisher?
44 Dorstener wurden in den Stadtrat gewählt - Was können sie erreichen?
Bei der Kommunalwahl im September hat die CDU ihren schon großen Vorsprung gegenüber den anderen Parteien ausgebaut. Eigentlich könnte sie jetzt alleine „durchregieren“. Das wird sie aber sehr wahrscheinlich aus Verantwortungsgefühl nicht tun. Die anderen Parteienvertreter, darunter 8 von der SPD und 6 von den Grünen werden, wie in der Vergangenheit, mit eigenen Ideen die Verwaltung und den gesamten Stadtrat (hoffentlich) überzeugen, zuzuhören und Anregungen zu übernehmen. Die wichtigste Aufgabe aller 44 muss aber sein, mit der übermächtigen Verwaltung so zusammenzuarbeiten, dass die Kontrollfunktion und die konstruktive Zusammenarbeit nicht als Widerspruch beurteilt werden. Bisher, so der Eindruck von außen, arbeiten sich die Ratsmitglieder fast ausschließlich an den Verwaltungsvorlagen ab. Raum für Stadtrats-Eigeninitiativen, die dann auch zu Umsetzungsergebnissen führten, waren eher die Ausnahme als die Regel. Alle 44 Ratsmitglieder haben heute über 40 Tagesordnungspunkte zu beschließen. Danach stehen die Ausschüsse und ihre Mitglieder fest. Danach kann mit der eigentlichen Kommunalen Selbstverwaltung begonnen werden. Alle 44 tragen eine große Verantwortung für unsere Stadt. Alle haben einen Vertrauensvorschuss verdient. Alle werden sich aber auch daran messen lassen, was sie vor der Wahl versprochen haben. Wir in Rhade werden aufmerksame Beobachter sein. Wir in Rhade werden loben wo möglich, aber kritisieren wo nötig. Die öffentliche Ratssitzung beginnt um 17 Uhr im Gemeinschaftshaus Wulfen.
Erwartungen aus Rhade
Veröffentlicht am 18.11.2020
Kommunalpolitik Wohin gehst du - Rhade? (Teil 8)
Dorfentwicklungsprozess Rhade geht in die nächste Runde – per Videokonferenz
Die Stadt Dorsten hat Großes mit Rhade und Lembeck vor. So zumindest die Ankündigungen. Mit Finanzmitteln, überwiegend vom Land NRW, soll der ländliche Raum gestärkt werden. Um zu wissen an welcher Stelle man beginnen soll, wurde eine externe Planungsgruppe eingekauft, die den sogenannten Dorfentwicklungsprozess begleitet. Beteiligt sind neben den eigenen Fachleuten im Rathaus auch interessierte Bürgerinnen und Bürger aus Rhade und Lembeck. Sie werden sich am kommenden Donnerstag (19.11) zwischen 18 und 20 Uhr, Corona bedingt, zu einer Videokonferenz treffen. Ganz oben auf der Tagesordnung wird die Bekanntgabe der online eingegangenen Ideen aus der Bürgerschaft stehen. Obwohl mit dem gültigen Rhader Rahmenplan von 2014 und seinem Vorgänger aus dem Jahr 1998 beste Umsetzungsideen für Rhade bereits vorliegen und beschlossen wurden, war der Start einer kosten- und zeitintensiven Doppelaktivität nicht zu stoppen. Gespannt warten nicht nur wir von der Rhader SPD auf das Ergebnis der Videokonferenz. Wir werden alle Ergebnisse mit den genannten „Schubladenplänen“ der Verwaltung akribisch vergleichen. Sollten die „neuen“ Erkenntnisse nur in andere Worte als in den beiden genannten Rhader Rahmenplänen gekleidet werden, muss sich in erster Linie der Bürgermeister dafür rechtfertigen, dass er das Rad wieder mal neu erfinden wollte.
(Eigener Beitrag - wird fortgesetzt)
Veröffentlicht am 17.11.2020
Kommunalpolitik Rhader Gedanken zum städtischen Kulturangebot – Ein Thesenpapier (Teil 4)
Früher war alles besser. Ein Pauschalurteil, das natürlich so nicht stimmt. Aber etwas ist dran, wenn man das frühere städtische Kultur- und Weiterbildungsangebot in Rhade mit dem heutigen vergleicht. Da waren VHS-Kurse, da war die Musikschule, da waren Theateraufführungen, sogar Kneipenlesungen gab’s. Heute ist Rhade für das Kulturamt ein weißer Fleck. „Das geht gar nicht“, so das Motiv, mit einem Diskussionspapier den Verantwortlichen im Rathaus, dem Stadtrat und den politischen Parteien in der Lippestadt den Spiegel vorzuhalten. Wir veröffentlichen die schriftlichen Anregungen in mehreren Abschnitten. Heute Teil 4.
Ein mögliches Kooperationsmodell Kultur für Rhade (Lembeck)
Die Stadt bietet 3 Veranstaltungen pro Jahr an und kombiniert sie mit 2-3 weiteren Veranstaltungen, die von den örtlichen Vereinen bestritten werden. Heraus käme ein Kulturabo Rhade mit entsprechender Bindung, das Gesamtangebot anzunehmen. Die Organisation und Kooperation liegt in Händen der Verwaltung, die aber selbstverständlich auf die vor Ort vorhandene Bereitschaft zur Unterstützung zurückgreifen könnte. Übrigens könnte so aus einem Stadtteilprogramm Rhade, etwas wie eine „Wanderbühne“ in weitere Stadtteile werden.
Unabhängig davon sollten mindestens 2 reine Kinderprogramme und 2 reine Jugendveranstaltungen „drin“ sein. Vielleicht erinnert sich das Rathausteam an früher praktizierte Kooperationen mit unseren Schulen. Schülertheater oder Schülerkonzerte können bestens in ein Gesamtprogramm integriert werden. Eine besondere Rolle könnte dabei auch der städtischen Musikschule zukommen. Der Wahlspruch muss lauten: „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.“ Oder anders ausgedrückt: „Mit Engagement und Kreativität lassen sich Berge versetzen – auch in der Wüste.“
Finanzen und Personal – und ein Beispiel aus einer vergleichbaren Stadt ... (bitte auf mehr klicken)
Veröffentlicht am 16.11.2020
Kommunalpolitik Rhader Gedanken zum städtischen Kulturangebot – Ein Thesenpapier (Teil 3)
Kultur ist Lebensmittel
Herbert Grönemeyer*: „Kultur stützt die Menschen in ihrer Verzweiflung, Trauer, in ihrer Lust, Freude, ihrem Lachen, ihrem Mut und ihrer Zuversicht. Sie lässt ihre Gehirne wachsen, nährt ihre Sicht, ihren Aufbruch, klärt und hinterfragt“. Eine Definition über KULTUR, die alle Menschen einschließt. Auch die, die abseits von den Zentren unserer Städte leben. Das ist das Motiv, die fehlenden städtischen Kultur- und Weiterbildungsangebote in Rhade zu beklagen. Das dazu formulierte Thesenpapier wird in mehreren Teilen hier veröffentlicht. Heute Teil 3.
Was muss sich in Dorsten ändern, um „alle“ an Kultur und Weiterbildung teilnehmen zu lassen?
Die Forderung nach Kultur für alle darf nicht missverstanden werden, von jetzt auf gleich über 70.000 neue „Kunden“ für ein Kultur- und Weiterbildungsangebot in allen Stadtteilen werben zu müssen. Die Forderung lautet aber, in allen Stadtteilen gleichberechtigt Schritt für Schritt kreativ etwas aufzubauen, was nachhaltig wirkt und besonders die riesige Gruppe der bisherigen Nichtteilnehmer in den Blick nimmt. Vergleiche hierzu den o. a. Hinweis auf die wichtigen Standortfaktoren einer Stadt. Ein erster Schritt wäre, den Kulturausschuss nacheinander in den Stadtteilen öffentlich tagen zu lassen und das inzwischen erstellte gesamtstädtische neue Konzept unter Berücksichtigung des „gastgebenden Stadtteils“, vorzustellen. Anschließend wäre eine Bürgerfragestunde zum Thema sicherlich ein Stück gewünschte aktive Bürgerbeteiligung. Übrigens unabhängig vom installierten Bürgerforum, das am neuen Prozess beteiligt werden sollte.
Rhader Ideen - ohne Anspruch auf Vollständigkeit
Betrachten wir die Rhader Zielgruppen. Ein besonderes Augenmerk muss den Kindern und Jugendlichen gewidmet werden. Kinder nutzen begeistert jede Art von „Theater“. Die Eltern, die ihre Kinder in der Regel begleiten, wären die nächste Zielgruppe. Das heißt, dass es keine städtische Veranstaltung mehr geben dürfte, auf der nicht parallel für kommende Aufführungen und Kurse geworben wird. Aus Kindern werden Jugendliche. So wie ein erfolgreicher Autokonzern mit seiner Typenvielfalt Kundenbindung betreibt, genauso muss im Kulturbereich vorgegangen werden. In Zusammenarbeit mit den Jugendheimen, die alle Förder- und Unterstützungsgelder erhalten, muss es möglich sein, Nachfrage zu wecken, die Jugend z. B. an der Organisation einer Aufführung zu beteiligen, und so ein Programm für alle Stadtteile aufzustellen. Auch das sogenannte Mittelalter in Rhade (und Lembeck) könnte mit einem Kleinkunstprogramm sicherlich „hinter dem Ofen“ hervorgelockt werden. Bleibt noch die Gruppe die dem Mittelalter folgt. Auch sie hat ein Anrecht, gleichberechtigt beteiligt zu werden. Und Programmideen hierfür gibt es reichlich. Mögliche Rhader Aufführungsstätten: Gemeindehaus der ev. Kirche am Dillenweg, das Carola Martius-Haus, das katholische Gemeindehaus St. Ewald am Stuvenberg, die Kirchen, die Rhader Mühle, das Heimathaus an der Mühle, die Säle der Gaststätten Nienhaus, Pierick, Finke, Hülsdünker, …
Wird fortgesetzt. Das gesamte Thesenpapier kann unter der E-Mail-Adresse dirk.hartwich@t-online.de angefordert werden. Teil 3 folgt am Samstag, 14. November.
* Das Zitat von Herbert Grönemeyer findet sich in der neuen Ausgabe der Zeit vom 5. November 2020. Der Musiker fordert dort mehr Unterstützung für alle Kulturschaffenden.
Veröffentlicht am 14.11.2020
Kommunalpolitik Rhader Gedanken zum städtischen Kulturangebot – Ein Thesenpapier (Teil 2)
Zur Stärkung des ländlichen Bereichs gehören auch Kultur- und Weiterbildungsangebote vor Ort
Rhade ist seit 1975 ein Stadtteil Dorstens. Die kommunale Neuordnung hat neben vielen guten Seiten auch negative. Nämlich, dass städtische Leistungen vor Ort ersatzlos gestrichen wurden. Kultur und Weiterbildung führen seither ein Schattendasein. Ein aktuell erstelltes Thesenpapier zeigt auf was fehlt und wie umgesteuert werden kann (muss). Inzwischen konnte es auf Einladung der Verwaltung im Rathaus diskutiert werden. Neben Hans-Peter Steffens vom Orgateam des Rhader Bürgerforums, nahm Dirk Hartwich, Autor der „Rhader Gedanken“ teil. Wir veröffentlichen das Diskussionspapier in mehreren Teilen. Heute Teil 2.
Wo werden Kultur und Weiterbildung in Dorsten angeboten – und wo nicht?
Das Motiv, ein unzureichendes und ungerechtes städtisches Kultur- und Weiterbildungsangebot in unserer Stadt zu beklagen, hat auch mit den vielen Stadtteilen zu tun, die sich fast ringförmig um den Kern Dorsten gruppieren. Eine besondere Herausforderung, flächendeckend zu agieren.
Bleiben wir beim Beispiel Rhade und nehmen partnerschaftlich Lembeck mit ins Boot. 10.000 Einwohner von 76.000, mehr als 13 Prozent. In beiden Stadtteilen gibt es seit Jahren kein VHS-Angebot, kein Theater, keine Lesung, keine besonderen Musikveranstaltungen oder anderes, was unter dem weiten Begriff städtische Kultur und Bildung bilanziert werden müsste. Ausnahmen gab es sicherlich, aber beklagt wird ein fehlendes Gesamtkonzept, das neben gleichwertiger Angebotsverteilung, auch die unterschiedlichen Altersgruppen berücksichtigen muss.
Weder ist aus Sicht der Verwaltung eine oberflächlich festgestellte fehlende Nachfrage im Stadtteil richtig, noch trifft die Aussage zu, keine passenden oder vorhandenen Aufführungsorte zur Verfügung zu haben. Für eine Stadt und ihre Kulturmacher muss es eine besondere Herausforderung und auch Verpflichtung sein, Nachfrage durch Ausprobieren zu wecken und vorhandene Räume zu nutzen.
Wird fortgesetzt. Bei Interesse kann es komplett unter der E-Mail-Adresse dirk.hartwich@t-online.de angefordert werden. Teil 3 trägt die Überschrift: "Was muss sich in Dorsten ändern, um "alle" an Kultur und Weiterbildung teilnehmen zu lassen?"
Veröffentlicht am 12.11.2020
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