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Nachrichten zum Thema Kommunalpolitik
Kommunalpolitik Dorsten: Jede Menge Kohle ...
Fördermittel fließen ins Zentrum - In Rhade wird das Prinzip Hoffnung gefördert
Gestern die Dorstener Mitte, dann der Bürgerpark, nicht zu vergessen die Fußgängerbrücke, nun wird auch der Dorstener Wald und ein besonderer Garten mit üppigen Fördergeldern aufgepeppt. Das ist gut und zu begrüßen. Denn wir alle sind Dorsten. Nicht gut ist, dass ein Teil Dorstens, nämlich Rhade, ebenfalls viele Projekte in der Pipeline hat, die aber einfach nicht umgesetzt werden. Bisher war der einsichtigste Grund immer die Finanzmisere unserer Stadt. Wer den Blick in „die Mitte“ wirft, kann das nicht mehr so recht glauben. Dort wurde geklotzt was das Zeug hält. Für uns in Rhade wird die Spannung gefördert, irgendwann auch mal dran zu sein. Seit Jahren. Es scheint ein Prinzip dahinter zu stecken. Bevor der Unmut über nicht eingehaltene Versprechen zu groß wird, beginnt die Verwaltung wieder von vorn und ruft die Rhader zum Mitmachen auf. „Wir wollen wissen wo der Schuh drückt?“, so die offizielle Lesart der Verwaltung und des extern beauftragten Beratungsbüros. Nach 1975, 1998 und 2014 bereits zum dritten Mal. So langsam sollte aber bekannt sein, was in Rhade verbessert werden muss.
Eine kritische Anmerkung eines Rhader Zeitzeugen
Veröffentlicht am 15.01.2021
Kommunalpolitik Rhade: gestern - heute - morgen
Ein Blick in den kommunalpolitischen Kalender
Gestern:
- Vor 46 Jahren (1975) wurde aus Rhade Dorsten-Rhade
- Der Bezirksausschuss Rhade/Lembeck nimmt seine Arbeit auf
- Die Rhader SPD titelt in ihrer 10. Ausgabe der „SPD-Nachrichten für Rhade“: 2. Kindergarten in Rhade in kommunaler Trägerschaft
- Elternmehrheit lehnt 5-Tage-Woche in der Urbanusschule ab
Heute:
- Rhade ist zwar weiterhin Teil Dorstens - fühlt sich aber gegenüber dem Zentrum benachteiligt
- Der Bezirksausschuss ist seit Ende der 90er Jahre Geschichte
- Mehrere Versuche eine gleichwertige Alternative einzurichten, gelten als gescheitert
- Nach 1998 und 2014 wird in Rhade wieder gefragt, was wir wollen. Dabei können die Antworten aus der Schublade geholt werden
Morgen:
- Wir hoffen, dass sich in unserem Land und unserer Stadt die menschlichen Tragödien der Corona-Pandemie 2020/2021, sowie die daraus resultierenden wirtschaftlichen Verwerfungen gemeinsam bewältigen lassen
- Wir hoffen, dass die nun schon mehrfach gewonnenen Erkenntnisse wie Rhade zukunftsfähig gemacht werden kann, auch mal umgesetzt werden
- Wir hoffen, dass hier politische Konkurrenten nie (mehr) zu Feinden erklärt werden
Veröffentlicht am 13.01.2021
Kommunalpolitik Wohin gehst du - Rhade? - Onlinebefragung zur Dorfentwicklung Rhade/Lembeck abgeschlossen
Gibt es neue Erkenntnisse?
Rund 11.000 Rhader und Lembecker Bürger waren von der Verwaltung und einem extern beauftragten Planungsbüro mehrere Wochen lang aufgerufen, um mit eigenen Vorschlägen die Weiterentwicklung ihres Lebensmittelpunktes zu begleiten. Herausgekommen sind ca. 400 Ideen, die sich auf die Themenfelder Verkehr (110), Arbeiten/Wohnen (62), Freizeit/Naherholung (59), Erscheinungsbild Dorf (57), Dorfleben (33), Versorgung/Soziales (31), , Klima/Umwelt (30) und Bildung/Erziehung (16) verteilen. Wer sich die Mühe macht alle Bürgerhinweise zu lesen, stellt fest, dass aus der Anzahl schwer abzuleiten ist, wohin die Zukunftsreise gehen soll. Viele Einzelhinweise, fast alle sind berechtigt, könnten bereits morgen von der Verwaltung umgesetzt werden. Sie sind dem laufenden Geschäft der Verwaltung zuzuordnen. Andere, die den Blick in die Zukunft richten und dabei das Ganze im Auge haben, dürften das Gerüst bilden, aus dem Investitionsprogramme abgeleitet werden könnten. Ohne in Polemik abzugleiten darf kritisch angemerkt werden, dass die für Rhade gewonnenen Erkenntnisse fast alle bereits im Rhader Rahmenplan (2014) und seinem Vorgänger (1998) enthalten sind. Wäre der folgende Absatz im gültigen Rahmenplan ernst genommen worden, nämlich, dass die „Rahmenplanung kein starres Korsett, sondern flexibel für Neuentwicklungen ist und immer wieder auf seine Aktualität hin überprüft werden sollte“, hätte die Verwaltung viel Geld und Zeit gespart. So warten wir gespannt auf die offizielle Bewertung des Planungsbüros Frauns, welche Formulierungen sie findet, um „alten Wein in neuen Schläuchen zu verkaufen“. Und noch etwas: Die bei den teilgenommenen Bürgern geweckten Erwartungen müssen jetzt endlich auch mal zu greifbaren Ergebnissen führen.
Ein kritischer Rhader Zwischenruf
Veröffentlicht am 11.01.2021
Kommunalpolitik Die kommunalpolitische Lähmung (Teil 1)
Corona zwingt Parteien in die Isolation
Die grassierende Pandemie ist nur auszurotten, wenn wir uns alle verantwortungsvoll verhalten. Neben den AHA-Regeln ist es ein flächendeckendes Impfen, um wieder in den Normalmodus des Lebens zurückzufinden. Heute soll der Fokus auf die Dorstener Parteien gerichtet werden, die allesamt in der Versenkung verschwunden sind. Wie gut, dass es das Telefon und Internet gibt. Überdeutlich tritt aber zu Tage, dass die digitale Kommunikation auch nicht annähernd das persönliche Gespräch von Angesicht zu Angesicht ersetzen kann. Je länger der sogenannt Lock- oder Shutdown andauert, je schwieriger wird es, die eingesetzte Sprachlosigkeit zu überwinden. Egal, ob wir uns der Dorstener roten, schwarzen, gelben oder grünen Parteifarbe zugehörig fühlen, wir alle sind ruhiggestellt. Wir wissen auch, wenn der direkte Kontakt zur Parteibasis, also zum ganz normalen Mitglied ohne Funktion einmal abgerissen ist, wird es sehr schwer, ihn wieder aufleben zu lassen. Die Folge ist, dass immer weniger „Aktive“ an den Stellschrauben der kommunalen Selbstverwaltung drehen. In der Regel bedeutet das für Rhade und Dorsten einen ziemlichen Qualitätsverlust mit Zeitverzug. Deshalb müssen wir es schaffen die eingetretene kommunalpolitische Lähmung und die damit verbundene Sprachlosigkeit zu überwinden. In unserem ureigensten Interesse.
Ein besorgter Zwischenruf aus Rhade – Teil 2 folgt in Kürze und wird die Folgen im Stadtrat und der Verwaltung beschreiben.
Veröffentlicht am 07.01.2021
Kommunalpolitik Rhade: Der letzte Tag des Jahres - Eine ungehaltene Rede in Richtung Dorstener Rathaus
Das Gute ist der Feind des Besseren
Sehr geehrte Damen und Herren im Rathaus,
danke, dass ich heute zu ihnen sprechen darf. Besonders wertvoll ist, dass unter meinen Zuhörern auch die Damen und Herren des Stadtrates sind.
Ihr berufliches und ehrenamtliches Engagement verdient Respekt und Anerkennung. Das an den Anfang meiner kurzen Rede zu stellen, soll verdeutlichen, dass das Folgende nicht als billige Kritik sondern als Motivation, noch besser als bisher zu werden, zu verstehen sein soll.
Das Gute ist der Feind des Besseren. Kein Widerspruch. Wer behauptet, alles in unserer Stadt ist bestens, unterliegt einer gewaltigen Selbsttäuschung. Andere würden es als Selbstbetrug, Mediziner eher als Wahrnehmungsstörung bezeichnen. Ich will ihnen zwar einen Spiegel vorhalten, aber heute am letzten Tag des Jahres darauf verzichten, ihnen zu sagen, was ich sehe. Viel besser ist es doch, sie erkennen und benennen selbst, wo die Defizite liegen und wie sie künftig ansetzen werden, um gleiche Bedingungen für alle in unserer Stadt zu ermöglichen. Ich will jetzt nicht auf ihre Zwischenrufe eingehen. Sie beweisen geradezu überdeutlich, dass sie meine gewählte Überschrift, nämlich dass das Gute der Feind des Besseren ist, noch nicht verinnerlicht haben. Ich bitte sie abschließend, einfach diese These sacken zu lassen und im nächsten Jahr mit neuen und kreativen Ideen DORSTEN so gleichberechtigt zu gestalten, dass es keinen Unterschied macht, ob sie in Rhade, der Mitte, in Lembeck oder Altendorf-Ulfkotte wohnen. Wir alle bilden nämlich das Ganze. Eine Binsenweisheit, wie auch meine Überschrift über dieser ungewöhnlichen und ungehaltenen Rede. Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit. Und GLÜCK AUF für 2021.
Veröffentlicht am 31.12.2020
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