Nachrichten zum Thema Schule und Bildung

Schule und Bildung Rhader Grundschule startet mit nur 33 Kindern

Reicht das, um zu überleben?

Zwei Klassen mit insgesamt 33 neuen Erstklässlern. So startet die Urbanus-Grundschule ins neue Schuljahr. Das sieht im Moment nicht gut aus. Der so genannte Schulentwicklungsplan sagt zwar, dass in den nächsten Jahren ausreichend I-Männchen in Rhade eingeschult werden, um die Schule im Ort vor der Schließung zu retten. Aber eine Garantie gibt es nicht. Das mussten andere Schulen in Dorsten (Wichernschule) bereits bitter erfahren. Der Demografiewandel, das heißt wir werden älter und weniger, ist auch in Rhade klar erkennbar. Wir müssen heute uns dafür einsetzen, dass Rhade auch morgen noch eine Grundschule hat. „Kurze Beine- kurze Wege“ muss unser Leitgedanke bleiben.

Eigener Bericht 

Veröffentlicht am 10.08.2015

 

Hans-Udo Schneider hält der Stadt den Spiegel vor. Bildung ist der Zukunftsschlüssel - auch in Dorsten Schule und Bildung Dr. Hans-Udo Schneider: Schulpolitik nach Gutsherrenart

Schulpolitik ist in Dorsten ideen- und konzeptionslos. Die  Art und Weise der Schließung von Hauptschulen, die fehlende Fortschreibung der Schulentwicklungsplanung, der dilettantisch geführte Diskurs zum Thema  Inklusion sind dafür ebenso ein Beleg  wie die jüngste Entscheidung zur Schließung der Wichernschule.  Wenn dann noch Kinder und Eltern verschiedener Schulformen gegeneinander ausgespielt werden und  die Gunst der Stunde genutzt wird,  indem handstreichartig  eine Berichtsvorlage mit einem Beschlussvorschlag  versehen wird, dann verkommt kommunale Schulpolitik zu einem reinen Machtpoker. Ich meine, eine Stadt die finanziell am Ende ist, darf nicht noch obendrein ihr einzig verbleibendes Kapital verspielen. Das sind die Ressourcen  Schule und Bildung. Dabei spielen die Grundschulen für die weitere Entwicklung der Kinder eine ausschlaggebende Rolle. Schon seit Jahren machen in Dorsten weniger Schüler Abitur als in anderen  NRW – Regionen. Kinder von Arbeitern, Ausländern und Migranten sind da besonders benachteiligt. Vor diesem Hintergrund ist die Schließung der Wichernschule nicht verantwortbar.

Veröffentlicht am 26.06.2015

 

Schule und Bildung Hätten Sie es gewusst?

Studentenzahlen waren nie höher als heute

Als vor 150 Jahren die SPD begann, gegen Ungerechtigkeit und Ausbeutung zu kämpfen, spielte die Bildungspolitik eine führende Rolle. In so genannten Arbeiterbildungsvereinen holten sich die Sozialdemokraten das entscheidende Rüstzeug, um mitreden und mitregieren zu können. Später war es besonders Johannes Rau, der die Universitäten zu den „Arbeitern“ ins Revier brachte. Und Hannelore Kraft hat heute mit dem Slogan „Kein Kind zurücklassen“, den Kreis vorerst geschlossen. Die Ergebnisse sind erstaunlich:

  • Heute studieren 2,6 Mio. Studenten an unseren Hochschulen.
  • Die Zahl der Auszubildenden, die eine Lehre machen, ist geringer
  • 70% der Studenten an der Hochschule in GE kommen aus Nichtakademikerfamilien
  • 40% haben einen Migrationshintergrund
  • Ein Hochschulabsolvent verdient danach im Berufsleben ca. 2,3 Mio. Euro
  • Ca. 1 Mio. Euro mehr als ein Arbeitnehmer mit klassischer Berufsausbildung
  • Durchschnittliche staatliche Kosten pro Student: 60.000 Euro
  • Unterm Strich steht ein staatliches Plus von knapp 200.000 Euro durch Steuern und Sozialbeiträge
  • Die Abbruchquote bei den Studenten beträgt ca. 1/3

Fazit: Das sozialdemokratische Ziel, die beste Bildung für alle, ohne Ansehen des Elternhauses, der Herkunft und des Geldbeutels zu gewähren, ist (fast) gelungen. Dass es auch Fehlentwicklungen gibt, soll hier nicht unter den Tisch fallen. Fortsetzung folgt.

Eigener Bericht. Grundlage: DIE ZEIT, 23.10.2014 „ Müssen jetzt alle studieren?“

Veröffentlicht am 27.10.2014

 

Schule und Bildung Kindergartenbeiträge: Machen wir da was falsch?

„Kinder sind unsere Zukunft!“

Gibt es einen Politiker, der diesen Satz nicht unterschreiben würde? Mit Sicherheit nicht. Wenn das so ist, müssten doch Bildung und Ausbildung kostenlos bereitgestellt werden. Ein Blick zurück: Schulgeld? Abgeschafft. Universitätsgebühren? In fast allen Bundesländern abgeschafft. Kindergartenbeiträge? Für bestimmte Altersgruppen zeitweise abgeschafft. Kita-Gebühren? Eltern müssen zahlen. Und nicht zu knapp. Die Diskussion in Dorsten zeigt, dass da was nicht stimmt. Die Stadt darf auf diese Beiträge nicht verzichten, weil sie von der überörtlichen „Finanzaufsicht“ dazu gezwungen wird. Wenn Kinder aber wirklich unsere Zukunft sind, dann muss sich in der Bildungspolitik auf Bundes-, Landes- und Gemeindeebene Grundlegendes ändern. Dann dürfte es keine finanziellen Hürden für die Eltern mehr geben. Nur dann ist Chancengleichheit für alle Kinder gewährleistet. Das gilt für die frühkindliche und die schulische Bildung ebenso, wie für die universitäre und handwerkliche Weiterbildung.

Fazit: Wenn Profifußballvereine nicht für Polizeibereitstellung bezahlen müssen, dann dürfen auch die Eltern nicht für die Bereitstellung von Erzieherinnen/Erziehern zur Kasse gebeten werden.  

Ein kleiner Kommentar aus Rhade

Veröffentlicht am 17.10.2014

 

In der Grundschule werden die Weichen für die Zukunft gestellt. Auch in Rhade. Kein Kind zurücklassen! Schule und Bildung Gute Bildung ist Schlüssel für erfolgreiche Zukunft

"Du lernst nicht für die Schule sondern für dich!"

Wer kennt den Spruch der Eltern nicht, um Kinder und Heranwachsende zu motivieren, mehr für die Schule zu tun.

Der Beweis, dass da was dran ist, wird in regelmäßigen Abständen durch internationale Vergleichsstudien bewiesen. Jetzt hat die OECD dazu einen neuen Bericht vorgelegt. Fazit: Bessere Bildung = mehr soziale Gerechtigkeit.  

Yasmin Fahimi, SPD-Generalsekretärin bewertet die neueste Studie:

Veröffentlicht am 10.09.2014

 

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